Wiener Börse am Nachmittag: ATX etwas schwächer

Wiener Boerse Nachmittag weiterhin
Wiener Boerse Nachmittag weiterhin(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Auch an den anderen europäischen Aktienmärkten gab es zum Wochenauftakt keine Fortsetzung der bisherigen Kursrally im Mai.

Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen weiter mit knapp behaupteter Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2440,89 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 3,69 Punkten bzw. 0,15 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,30 Prozent, FTSE/London -0,12 Prozent und CAC-40/Paris -0,15 Prozent.

Sowohl im Wiener Aktienmarkt als auch an den anderen europäischen Aktienmärkten gab es zum Wochenauftakt keine Fortsetzung der bisherigen Kursrally im Mai. Im Blickpunkt der Anleger finden sich heute neben dem Eurogruppen-Finanzministertreffen die Veröffentlichung der US-Einzelhandelsdaten für April. Diese fielen sowohl ex- als auch inklusive der Autoindustrie etwas besser aus als erwartet, der Euro fiel infolge zum US-Dollar auf sein bisheriges Tagestief bei 1,2940 Dollar.

Wienerberger deutlich fester

Auch die Berichtssaison legt zum Wochenauftakt im Wiener prime market eine Verschnaufpause ein. OMV legten vor der morgigen Zahlenvorlage 0,41 Prozent auf 36,85 Euro zu. Von der APA befragte Aktienanalysten erwarten im Konsensus für die Quartalsbilanz nicht zuletzt wegen gesunkener Ölpreise um zwölf Prozent weniger Nettogewinn als im ersten Quartal 2012.

Die Papiere des Kautschuk-und Kunststoffproduzenten Semperit rutschten vor dem ebenfalls morgen anstehenden Quartalsbericht mit minus 1,32 Prozent auf 29,61 Euro unter die schwächsten Werte im prime market. Auch die ex Dividende gehandelten Vienna Insurance Group (minus 2,54 Prozent auf 40,04 Euro), sowie RHI (minus 2,48 Prozent auf 26,71 Euro) und Erste Group (minus 1,00 Prozent auf 24,16 Euro) präsentierten sich schwächer. Hingegen zeigten sich Wienerberger mit plus 2,78 Prozent auf 9,96 Euro erneut deutlich fester - die Aktie des Baustoffkonzerns war bereits am Freitag mit einem Plus von über fünf Prozent aus dem Handel gegangen.

Rosenbauer tendierten am Nachmittag mit minus 0,43 Prozent bei 58,50 Euro. Der Feuerwehrausrüster will nach illegalen Marktabsprachen in Deutschland 2,01 Mio. Euro Schadenswiedergutmachung zahlen. Eine entsprechende Vereinbarung sei zusammen mit zwei weiteren Herstellern mit deutschen kommunalen Spitzenverbänden über insgesamt 6,74 Mio. Euro unterzeichnet worden, teilte Rosenbauer heute mit. Zuvor waren bereits 10,5 Mio. Euro Strafe gezahlt worden. Noch im August 2011 hatte der Konzern gemeint, die Kartell-Affäre sei ausgestanden.

Telekom Austria legten 0,67 Prozent auf 5,43 Euro zu. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) behalten nach der Veröffentlichung der Erstquartalszahlen ihr "Hold"-Votum für die Aktien der Telekom Austria bei. Auch das Kursziel wird bei 6,00 Euro belassen.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.10 Uhr bei 2446,92 Punkten, das Tagestief lag zur Eröffnung bei 2437,13 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,14 Prozent bei 1201,72 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 19 Titel mit höheren Kursen, 18 mit tieferen und keiner unverändert.

Bis dato wurden im prime market 2.277.375 (Vortag: 3.485.710) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 62,47 (108,85) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher OMV mit 135.387 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 9,97 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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