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Datenschutz: Hat Bloomberg spioniert?

Symbolbild
Datenschutz: Hat Bloomberg spioniert?(c) REUTERS (CARLO ALLEGRI)
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Journalisten der Finanzagentur Bloomberg sollen Zugriff auf Kundendaten gehabt haben. US-Finanzministerium, Notenbank und weitere Kunden haben bereits Untersuchungen angekündigt.

Wien/Reuters/red. Der US-Finanzdienstleister Bloomberg ist wegen seines Umgangs mit Kundendaten in die Kritik geraten. Denn Journalisten von „Bloomberg News“ scheint es möglich gewesen zu sein, Daten von Kunden abzurufen. Sie konnten etwa sehen, wann sich Mitarbeiter von Banken, Hedgefonds oder Händler an den Computerterminals von Bloomberg einloggten oder für welche Themenfelder sie sich interessierten.

„Als der Fehler erkannt wurde, haben wir unverzüglich gehandelt“, schreibt Bloomberg-Chef Daniel Doctoroff in einer Stellungnahme. Die Journalisten hätten bereits seit dem vergangenen Monat keinen Zugriff mehr auf diese Daten.

Bekannt geworden ist die Angelegenheit durch die spezifische Anfrage eines Journalisten an Goldman Sachs. Dieser hat sich nach dem Beschäftigungsverhältnis eines Mitarbeiters erkundigt, weil dieser sein Bloomberg-Terminal schon länger nicht mehr benutzt hatte.

US-Notenbank prüft

US-Finanzministerium, Notenbank und weitere Kunden haben bereits Untersuchungen angekündigt. Sie wollen prüfen, inwieweit vertrauliche Informationen durchsickerten. Bloomberg wurde vom New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg gegründet, der auch Mehrheitseigentümer des Konzerns ist.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.05.2013)