Wiener Börse: ATX zu Mittag knapp behauptet

Wiener Boerse Mittag knapp
Wiener Boerse Mittag knapp(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Der Wiener Leitindex konnte die Kursverluste etwas eingrenzen. Die Zahlen von Post und Uniqa stehen im Blickpunkt.

Die Wiener Börse hat heute, Freitag, bei moderatem Volumen ihre Kursverluste aus dem Frühhandel etwas eindämmen können und sich zu Mittag mit knapp behaupteter Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2480,91 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 3,86 Punkten bzw. 0,16 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,09 Prozent, FTSE/London +0,14 Prozent und CAC-40/Paris +0,24 Prozent.

Auch die europäischen Leitbörsen haben nach einem schwachen Frühhandel überwiegend in den grünen Bereich gedreht. Gemischte Vorgaben aus Übersee sowie Sorgen um ein baldiges Ende der ultra-lockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed haben der Stimmung am Vormittag noch einen leichten Dämpfer versetzt, hieß es aus dem Handel. Am Nachmittag dürften neue Daten aus den USA in den Fokus rücken. Auf der Agenda stehen der Verbrauchervertrauensindex der Universität Michigan sowie der US-Index der Frühindikatoren.

Post verdient besser

Die Berichtssaison wurde heute mit den Zahlen von Uniqa und der Österreichischen Post fortgesetzt. Die Post hat im ersten Quartal 2013 besser verdient als in der Vorjahresperiode. So ist der operative Gewinn um 2,4 Prozent auf 59,7 Millionen Euro gestiegen. Der Umsatz ist hingegen nach der Dekonsolidierung des Geschäfts in Belgien und Luxemburg leicht gefallen. Der Ausblick auf das Gesamtjahr bleibt unverändert, es wird ein stabiler bis leicht steigender Umsatz erwartet. Die Titel der Post erhöhten sich um minimale 0,05 Prozent auf 31,51 Euro (>>>mehr dazu).

Dagegen setzten sich Uniqa mit einem klaren Plus von 3,27 Prozent auf 10,74 Euro an die Spitze der Kurstafel. Der Versicherungskonzern ist gut ins Jahr 2013 gestartet und hat mit einer Steigerung des Nettogewinns auf das Zweieinhalbfache im ersten Quartal die Analystenprognosen übertroffen. Das Konzernergebnis legte um 150 Prozent von 30 auf 76 Millionen Euro zu, erwartet waren im Schnitt 65 Millionen Euro (>>>mehr dazu).

Strabag legt zu

An zweiter Stelle standen Strabag, welche um 2,59 Prozent auf 17,80 Euro nach oben korrigierten. Am Vortag waren die Aktien noch um fast sechs Prozent ans Ende der Wiener Kurstafel gesackt.

RHI zogen um 0,38 Prozent auf 27,41 Euro an. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Kursziel für die Papiere von 31,50 Euro auf 32,50 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung „Buy“ bleibt indessen aufrecht.

Unter den ATX-Schwergewichten zeigten sich Bankwerte schwach. So gaben Raiffeisen 1,10 Prozent auf 26,63 Euro ab und Erste Group fielen um 0,82 Prozent auf 25,46 Euro. Dagegen notierten voestalpine mit plus 0,96 Prozent auf 25,29 Euro klar im Plus.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 11.50 Uhr bei 2486,37 Punkten, das Tagestief lag gegen 10.30 Uhr bei 2472,07 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,09 Prozent tiefer bei 1219,70 Punkten. Im prime market zeigten sich 20 Titel mit höheren Kursen, zwölf mit tieferen und zwei unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 1544598 (Vortag: 2.007.898) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 44,760 (53,04) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 254.296 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 13,02 Millionen Euro entspricht.

(APA)

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