Update. Auch der ATX ergrünt

Marktbericht. Nach schwächerem Start segelt der Wiener Leitindex im Windschatten festerer Euro-Börsen ins Plus.

Wien. Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit freundlicher Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.492,27 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 7,5 Punkten bzw. 0,30 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,18 Prozent, FTSE/London +0,35 Prozent und CAC-40/Paris +0,41 Prozent.
Auch die europäischen Leitbörsen präsentierten sich am Nachmittag nach einem schwachen Frühhandel überwiegend im Plus. Gemischte Vorgaben aus Übersee sowie Sorgen um ein baldiges Ende der ultra-lockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed haben der Stimmung am Vormittag noch einen leichten Dämpfer versetzt, hieß es aus dem Handel. Am späteren Nachmittag dürften neue Daten aus den USA in den Fokus rücken. Auf der Agenda stehen der Verbrauchervertrauensindex der Universität Michigan sowie der US-Index der Frühindikatoren.

Die Berichtssaison wurde heute mit den Zahlen von Uniqa und der Österreichischen Post fortgesetzt. Die Post hat im ersten Quartal 2013 besser verdient als in der Vorjahresperiode. So ist der operative Gewinn um 2,4 Prozent auf 59,7 Mio. Euro gestiegen. Der Umsatz ist hingegen nach der Dekonsolidierung des Geschäfts in Belgien und Luxemburg leicht gefallen. Der Ausblick auf das Gesamtjahr bleibt unverändert, es wird ein stabiler bis leicht steigender Umsatz erwartet. Die Titel der Post erhöhten sich um minimale 0,02 Prozent auf 31,50 Euro.
Dagegen legten Uniqa um deutliche 3,37 Prozent auf 10,75 Euro zu. Der Versicherungskonzern ist gut ins Jahr 2013 gestartet und hat mit einer Steigerung des Nettogewinns auf das Zweieinhalbfache im ersten Quartal die Analystenprognosen übertroffen. Das Konzernergebnis legte um 150 Prozent von 30 auf 76 Mio. Euro zu, erwartet waren im Schnitt 65 Mio. Euro.

Stärkster Wert im prime market waren unterdessen Kapsch TrafficCom, die sich um 3,60 Prozent auf 38,70 Euro verteuerten. Gut gesucht waren auch Strabag, welche um 2,88 Prozent auf 17,85 Euro nach oben korrigierten. Am Vortag waren die Aktien noch um fast sechs Prozent ans Ende der Wiener Kurstafel gesackt.

RHI zogen um 0,71 Prozent auf 27,50 Euro an. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Kursziel für die Papiere von 31,50 Euro auf 32,50 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung „Buy" bleibt indessen aufrecht.

Unter den ATX-Schwergewichten zeigten sich die Bankwerte wenig bewegt. Während Raiffeisen um 0,13 Prozent auf 26,96 Euro vorrückten, gaben Erste Bank minimale 0,02 Prozent nach. Daneben zogen OMV um 1,14 Prozent auf 39,10 Euro an und voestalpine stiegen um 1,70 Prozent auf 25,48 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 14.15 Uhr bei 2.492,27 Punkten, das Tagestief lag kurz nach 10.30 Uhr bei 2.472,07 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Plus von 0,36 Prozent bei 1.225,17 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 24 Titel mit höheren Kursen, elf mit tieferen und einer unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 2.331.853 (Vortag: 2.795.387) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 74,26 (83,29) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 363.408 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 18,62 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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