Bericht: Syrien bringt Raketen gegen Tel Aviv in Position

Bericht: Syrien bringt Raketen gegen Tel Aviv in Position
Bericht: Syrien bringt Raketen gegen Tel Aviv in Position(c) EPA

Die entsprechenden Vorbereitungen seien von Überwachungssatelliten registriert worden. Israel hatte zuvor Assad gedroht.

Syrien hat einem Zeitungsbericht zufolge seine modernsten Raketen gegen Israel in Stellung gebracht. Die syrische Armee habe Anweisung, die Boden-Boden-Raketen des Typs "Tishreen" auf Tel Aviv abzufeuern, sollte Israel erneut ein Ziel in Syrien angreifen, schreibt die britische "Sunday Times".

Überwachungssatelliten hätten entsprechende Vorbereitungen der syrischen Regierungstruppen von Bashar al-Assad registriert. Die Aufstellung der Raketen, die jeweils eine halbe Tonne Sprengstoff transportieren könnten, bedeute eine erhebliche Verschärfung der gespannten Lage in der Region, heißt es in dem Bericht.

Drohungen von Israel

Israel hatte Assad zuvor nach Informationen der "New York Times" mit dem Sturz gedroht, sollten er oder die mit ihm verbündete libanesische Hisbollah auf einen möglichen neuen Angriff Israels reagieren. Israel hat nach Medienberichten seit Jahresbeginn bereits dreimal Ziele in Syrien bombardiert, um die Übergabe hochmoderner Waffen an die Hisbollah zu verhindern.

Israel verfolge die Lage im nördlichen Nachbarland aufmerksam und sei "auf jedes Szenario vorbereitet", sagt Regierungschef Benjamin Netanyahu. "Die israelische Regierung geht verantwortlich, entschlossen und überlegt vor, um das wichtigste Interesse des Staates Israel zu gewährleisten - die Sicherheit seiner Bürger."

Experte: Druck auf Syrien steigt

Die Wahrscheinlichkeit eines Gegenangriffs Syriens oder seiner Verbündeten steigt nach Einschätzung eines israelischen Experten mit jedem neuen Angriff Israels. "Es handelt sich hier um immer weiter steigenden Druck auf die syrische Führung sowie ihre Verbündeten - Hisbollah und den Iran", sagte Shlomo Brom vom Institut für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) in Tel Aviv. Israels Luftwaffe hatte nach Medienberichten vor zwei Wochen zum dritten Mal in diesem Jahr in Syrien bombardiert, um die Übergabe hochmoderner Waffen an die libanesische Hisbollah-Miliz zu verhindern.

 "Israel kann nicht davon ausgehen, dass es schon dreimal angegriffen hat und nichts passiert ist, und dass es deshalb wieder angreifen kann", sagte Brom. "Ob es jetzt aber eine Reaktion nach einem, zwei oder drei weiteren Angriffen gibt, das kann ich nicht sagen."

Intervention bei Putin nicht erfolgreich

Netanyahu konnte den russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag bei einem Besuch in Moskau nicht davon abbringen, hochmoderne Waffensystem an Syrien zu liefern. Diese sollen unter anderem S-300-Raketensysteme sowie Schiffsabwehrraketen vom Typ "Jachont" umfassen. Israel befürchtet, Syrien könnte solche Waffen in einem künftigen Konflikt gegen den jüdischen Staat einsetzen.

(APA/dpa)