Update: Erste kann ATX nicht mehr bremsen

Marktbericht. Die Wiener Börse hat sich am Dienstag im frühen Handel bei hohem Anfangsvolumen mit freundlicher Tendenz gezeigt.

Wien. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.504,96 Punkten nach 2.499,83 Einheiten am Freitag errechnet, das ist ein Plus von 5,13 Punkten bzw. 0,21 Prozent.
An den europäischen Leitbörsen gab es hingegen überwiegend leichte Kursverluste zu verbuchen. Der ATX hole einem Händler zufolge die freundliche Börsenstimmung vom Montag nach, als die Wiener Börse feiertagsbedingt geschlossen geblieben war. Neue Konjunkturimpulse werden am Berichtstag indessen keine erwartet. In den Fokus rückten die Quartalszahlen von Flughafen Wien und Frauenthal.

Die Titel von Flughafen Wien notierten zuletzt um 0,27 Prozent tiefer bei 46,50 Euro, nachdem das Unternehmen zum Jahresauftakt wie erwartet teils kräftige Ergebnisrückgänge hinnehmen musste. Am stärksten im Sinkflug war im ersten Quartal der Nettogewinn, der um 55,9 Prozent auf 9,5 Mio. Euro einbrach, leicht stärker als Analysten prognostiziert hatten. Grund waren höhere Abschreibungen, Zinsen und operative Kosten infolge der Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-In 3 (Skylink).

Für die Papiere von Frauenthal ging es um 0,72 Prozent auf 8,94 Euro nach unten. Beim Industrieunternehmen sind im ersten Quartal die Ergebnisse in den fortzuführenden Geschäftsbereichen schwächer ausgefallen, sodass auch alle operativen Gewinngrößen negativ waren. Das EBITDA drehte von positiven 2,5 Mio. auf -0,3 Mio. Euro ins Minus, und das EBIT verschlechterte sich um 3,2 Mio. auf -3,0 Mio. Euro.

Auf der Gewinnerseite waren hingegen die Uniq-Aktien zu finden, die um 1,33 Prozent auf 10,65 Euro zulegten. Der Versicherungskonzern hatte am Freitag mit seinen Erstquartalszahlen die Analystenprognosen übertroffen.
Auch die VIG-Aktie legte knapp einen Prozent auf 40,35 Euro zu.

Unter den Indexschwergewichten konnten voestalpine um 1,65 Prozent auf 25,90 Euro vorrücken und Wienerberger verteuerten sich um 0,90 Prozent auf 10,09 Euro.
Uneinheitlich tendierten bisher die Bankentitel. So gaben Erste Group 1,06 Prozent auf 25,60 Euro nach, während Raiffeisen um 0,13 Prozent auf 27,39 Euro zulegten. Gestartet war die Erste Group allerdings noch schwächer mit einem Abschlag von rund 1,60 Prozent.

Der ATX Prime notierte bei 1.230,69 Zählern und damit um 0,20 Prozent oder 2,45 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 24 Titel mit höheren Kursen, elf mit tieferen und keiner unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 788.001 (Vortag: ) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 24,610 Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

(APA/ekh)

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