Wiener Börse zu Mittag: ATX dreht ins Minus

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Wiener Boerse(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Für Belastung sorgten Marktteilnehmern zufolge die Spekulationen, dass die US-Notenbank ihre lockere Geldpolitik beenden könnte.

In einem schwachen europäischen Marktumfeld hat sich die Wiener Börse heute, Dienstag, zu Mittag bei moderatem Volumen mit leichterer Tendenz präsentiert. Nach einem freundlichen Auftakt drehte der ATX ins Minus und wurde um 12.00 Uhr mit 2488,72 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 11,11 Punkten bzw. 0,44 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,48 Prozent, FTSE/London -0,01 Prozent und CAC-40/Paris -0,63 Prozent.

Für Belastung sorgten Marktteilnehmern zufolge die anhaltenden Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed ihre lockere Geldpolitik beenden könnte. Vor diesem Hintergrund dürften einige Anleger nach der jüngsten Kursrally im Mai zunächst auf Gewinnmitnahmen setzen, hieß es. Der Fokus der Investoren richtet sich momentan vor allem auf die am morgigen Mittwoch anstehenden Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke im US-Kongress und die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls des geldpolitischen Ausschusses (FOMC). Bis dahin würden sich die Anleger in Zurückhaltung üben, kommentierte ein Händler.

In Wien rückten unterdessen die Zahlenvorlagen von Flughafen Wien und Frauenthal in den Fokus. Die Titel von Flughafen Wien notierten zuletzt um 0,32 Prozent tiefer bei 46,48 Euro, nachdem das Unternehmen zum Jahresauftakt teils kräftige Ergebnisrückgänge hinnehmen musste. Am stärksten im Sinkflug war im ersten Quartal der Nettogewinn, der um 55,9 Prozent auf 9,5 Millionen Euro einbrach, leicht stärker als Analysten prognostiziert hatten. Grund waren höhere Abschreibungen, Zinsen und operative Kosten infolge der Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-In 3 (Skylink).

Für die Papiere von Frauenthal ging es um 0,72 Prozent auf 8,94 Euro nach unten. Bei dem Wiener Industrieunternehmen sind im ersten Quartal die Ergebnisse in den fortzuführenden Geschäftsbereichen schwächer ausgefallen, sodass auch alle operativen Gewinngrößen negativ waren. Das EBITDA drehte von positiven 2,5 Millionen auf -0,3 Millionen Euro ins Minus, und das EBIT verschlechterte sich um 3,2 Millionen auf -3,0 Millionen Euro.

Auf der Gewinnerseite waren hingegen die UNIQA-Aktien zu finden, die um kräftige 3,19 Prozent auf 10,85 Euro zulegten und damit die Spitzenposition im prime market einnahmen. Der Versicherungskonzern hatte am Freitag mit seinen Erstquartalszahlen die Analystenprognosen übertroffen.

Unter den Indexschwergewichten belasteten Erste Group, die sich in einem schwachen Branchenumfeld um 2,76 Prozent auf 25,16 Euro ermäßigten sowie Telekom Austria, die 2,18 Prozent auf 5,58 Euro einbüßten. Fester notierten indessen voestalpine (plus 1,61 Prozent auf 25,89 Euro) und OMV (plus 0,36 Prozent auf 39,00 Euro).

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz vor 10.00 Uhr bei 2505,91 Punkten, das Tagestief lag gegen 11.45 Uhr bei 2481,25 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,42 Prozent tiefer bei 1223,07 Punkten. Im prime market zeigten sich 16 Titel mit höheren Kursen, 20 mit tieferen und keiner unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 2.131.595 Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 64,316 Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 286.784 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 14,59 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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