Wiener Börse: ATX tendiert mit moderaten Verlusten

Wiener Boerse Nachmittag tendiert
Wiener Boerse Nachmittag tendiert(c) Die Presse (Clemens Fabry)
  • Drucken

Für Belastung sorgten die anhaltenden Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed ihre lockere Geldpolitik beenden könnte.

In einem schwachen europäischen Marktumfeld hat sich die Wiener Börse heute, Dienstag, am Nachmittag bei gutem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2493,31 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 6,52 Punkten bzw. 0,26 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,20 Prozent, FTSE/London +0,20 Prozent und CAC-40/Paris -0,24 Prozent.

Für Belastung sorgten Marktteilnehmern zufolge die anhaltenden Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed ihre lockere Geldpolitik beenden könnte. Vor diesem Hintergrund dürften einige Anleger nach der jüngsten Kursrally im Mai zunächst auf Gewinnmitnahmen setzen, hieß es. Der Fokus der Investoren richtet sich momentan vor allem auf die am morgigen Mittwoch anstehenden Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke im US-Kongress und die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls des geldpolitischen Ausschusses (FOMC). Bis dahin würden sich die Anleger in Zurückhaltung üben, kommentierte ein Händler.

Flughafen nach Zahlen tiefer

In Wien rückten unterdessen die Zahlenvorlagen von Flughafen Wien und Frauenthal in den Fokus. Die Flughafen Wien-Aktien notierten zuletzt um 1,94 Prozent tiefer bei 45,72 Euro, nachdem das Unternehmen zum Jahresauftakt teils kräftige Ergebnisrückgänge hinnehmen musste. Am stärksten im Sinkflug war im ersten Quartal der Nettogewinn, der um 55,9 Prozent auf 9,5 Millionen Euro einbrach, leicht stärker als Analysten prognostiziert hatten. Grund waren höhere Abschreibungen, Zinsen und operative Kosten infolge der Inbetriebnahme des neuen Terminals Check-In 3 (Skylink).

Für die Papiere von Frauenthal ging es um 0,72 Prozent auf 8,94 Euro nach unten. Bei dem Wiener Industrieunternehmen sind im ersten Quartal die Ergebnisse in den fortzuführenden Geschäftsbereichen schwächer ausgefallen, sodass auch alle operativen Gewinngrößen negativ waren. Das EBITDA drehte von positiven 2,5 Millionen auf -0,3 Millionen Euro ins Minus, und das EBIT verschlechterte sich um 3,2 Millionen auf minus 3,0 Millionen Euro.

Uniqa auf der Gewinnerseite

Auf der Gewinnerseite waren hingegen die Uniqa-Aktien zu finden, die um 0,90 Prozent auf 10,61 Euro zulegten. Der Versicherungskonzern hatte am Freitag mit seinen Erstquartalszahlen die Analystenprognosen übertroffen.

Unter den Indexschwergewichten belasteten Erste Group, die sich in einem schwachen Branchenumfeld um 2,03 Prozent auf 25,135 Euro ermäßigten sowie Telekom Austria, die 2,11 Prozent auf 5,58 Euro einbüßten. Fester notierten indessen voestalpine (plus 1,73 Prozent auf 25,92 Euro) und OMV (plus 0,10 Prozent auf 38,90 Euro).

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz vor 10.00 Uhr bei 2505,91 Punkten, das Tagestief lag gegen 11.45 Uhr bei 2481,25 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,28 Prozent bei 1224,82 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 16 Titel mit höheren Kursen, 19 mit tieferen und einer unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 2864313 (Vortag: 2331853) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 86,88 (74,26) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 356090 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 18,09 Millionen Euro entspricht.

(APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.