Transparenz

ORF-Chef Weißmann verrät, wie viel er verdient

Roland Weißmann
Roland WeißmannIMAGO/Manfred Siebinger
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In einem Interview mit dem „Profil“ legt Roland Weißmann sein Gehalt offen: Dieses belaufe sich auf „rund 380.000 Euro brutto im Jahr“. Er verdiene aber weniger als sein Vorgänger.

Wer im ORF mehr als 170.000 Euro im Jahr verdient, muss sein Gehalt künftig offen legen. So sieht es das neue ORF-Gesetz vor. Über dieser Gehaltsgrenze liegt auch Generaldirektor Roland Weißmann, der im „Profil“ nun in die Offensive geht und sein Gehalt offengelegt hat: „Mein Gehalt beläuft sich auf rund 380.000 Euro brutto im Jahr“, sagte er. „Das sind etwa zehn Prozent weniger als bei meinem Vorgänger.“

Gemeint ist Alexander Wrabetz, der den ORF 15 Jahre lang geführt hat. Mit diesem tausche er sich „nach einer ersten Phase der Irritation“ gerne aus, erzählte Weißmann.

Das neue ORF-Gesetz, das unter anderem eine Haushaltsabgabe in Form eines ORF-Beitrags vorsieht, sieht er als guten Kompromiss für den Medienstandort. Der privaten Konkurrenz wie dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), die eine Übermacht des ORF fürchtet, rät er, sich nach vorne zu orientieren und Kooperationen mit dem Öffentlich-Rechtlichen einzugehen.

GIS-Mitarbeiter abgebaut

Bei der Gebühren Info Service GmbH, die bisher die Abgabe in Form der GIS einhebt, werden in einem ersten Schritt 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgebaut, kündigte der ORF-Chef an. Über die vielkritisierte politische Besetzung des Stiftungsrates, des obersten Aufsichtsgremiums des ORF, wollte er sich nicht äußern. (Red.)

>> Interview im „Profil“

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