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Bahnstrecken: Kufstein-Salzburg noch bis Montag gesperrt

Ein Zug der
Ein Zug der "Rollenden Landstraße" ist auf eine Mure aufgefahren. Die Brennerstrecke musste gesperrt werden.(c) APA/ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL
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Der Bahnbetrieb ist weit von der Normalität entfernt, jedoch bessert sich die Situation langsam.

Nach dem Hochwasser und den daran anschließenden Vermurungen haben die ÖBB dank rascher Instandsetzungsarbeiten 220 Schienenkilometer wieder freigeben können. Einige hundert Mitarbeiter waren an den vergangenen Tagen dafür abgestellt, berichtete ÖBB-Sprecher Michael Braun am Donnerstagnachmittag.

Züge verkehren wieder auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg, der Brennerstrecke, der Tauernbahn im Abschnitt Salzburg-Bischofshofen und im Abschnitt Kufstein-Kiefersfelden. Auf der Weststrecke bleibt die Korridorstrecke zwischen Kufstein und Salzburg dagegen nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) bis einschließlich kommenden Montag gesperrt. Auf dem ersatzweise eingerichteten Schienenersatzverkehr sind 30 Busse im Einsatz.

 

Salzburg - Tirol ohne Zugverbindung

Nach wie vor unterbrochen sind die innerösterreichische Verbindung zwischen Salzburg und Tirol (Brixentalbahn), die Verbindung Bischofshofen-Radstadt, die Salzkammergutbahn zwischen Steeg-Gosau und Bad Aussee sowie die Donauuferbahn. Wann auf diesen Verbindungen der Zugverkehr wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit nicht absehbar.

Die EuroNight-Züge Wien–Bregenz und Wien–Zürich verkehren demgegenüber ab Donnerstagabend wieder durchgehend auf der Schiene: Statt wie bisher im abschnittsweisen Schienenersatzverkehr werden sie bis auf Weiteres über Passau–München nach Tirol geleitet.

Auch der Autoreisezug Wien-Bregenz wird ab Donnerstagabend wieder angeboten. Auch dieser Zug wird über Passau-München nach Tirol geleitet. Durch diesen alternativen Streckenverlauf verlängert sich die Reisezeit voraussichtlich um rund zwei Stunden.

 

Bahnbetrieb nach Ungarn (noch) ungestört

Wie die ÖBB betonten, wird die Hochwasser-Entwicklung in Ungarn genau beobachtet. Auf der Verbindung Hegyeshalom-Györ-Budapest ist vorerst im Abschnitt Komarom-Almasfüzitö nur ein eingleisiger Betrieb möglich, was Verspätungen von 20 bis 30 Minuten zur Folge hat. Ansonsten gab es bis Donnerstagnachmittag keine Störungen, die Züge von Budapest nach Wien waren regulär unterwegs.

Kleinere Beeinträchtigungen gab es im Bahnverkehr in Niederösterreich. Die letzten sechs Kilometer der S7-Trasse Hainburg a.d. Donau/Kulturfabrik bis Wolfsthal waren gesperrt. Im Abschnitt Klosterneuburg-Kritzendorf stand wegen Unterspülung eines Fahrleitungsmastens nur ein Gleis zur Verfügung. Diese Einschränkung sollte voraussichtlich noch am Donnerstagnachmittag behoben werden.

 

Die ÖBB informieren auf ihrer aktuellen Streckeninformations-Seite im Internet und unter der Info-Hotline 05-1717 über alle Streckensperren.

Verkehrbehinderungen der Postbus-Linien sind unter folgendem Link abrufbar: http://www.postbus.at/de/Fahrplanauskunft/Streckeninformation/index.jsp

Ticket-Rückerstattung

Die ÖBB ersetzten Tickets, die wegen des Hochwassers nicht für die geplante Strecke genutzt werden können,  bis 10. Juni 2013 zur Gänze. Wer von Tirol über deutsche Bahnverbindungen Richtung Ostösterreich reist, benötigt aber bereits jetzt ein gültiges Ticket dafür.

Nachtzug-Tickets: Für bereits gebuchte Nachtzugtickets der Züge EN 246/247, EN 464/465 und EN 414/415 ist ebenfalls bis zum Reisetag 10. Juni 2013 eine Erstattung ohne Abzug möglich.
 
Für SparSchiene Österreich-Tickets, deren Gültigkeit zwischen 5. und 10. Juni 2013 liegt, entfällt die ansonsten bei dieser Ticketkategorie vorhandene Zug- und Tagesbindung bis einschließlich 10. Juni 2013. Das heißt: diese Tickets können bis 10. Juni 2013 an jedem beliebigen Tag und für jeden beliebigen Zug genutzt werden.

Die ÖBB rechnen mit großen Schäden, die voraussichtlich in einem hohen zweistelligen Millionenbereich liegen, hieß es in der Aussendung. Im Detail ist das Schadensausmaß aber noch nicht abschätzbar, weil Teile der betroffenen Strecken noch unter Wasser stehen.

(Red.)