Wiener Börse: Leichte Erholung am Vormittag

Wiener Boerse Leichte Erholung
Wiener Boerse Leichte Erholung(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Nach deutlicheren Verlusten zu Handelsbeginn konnte sich der Wiener Leitindex ATX im Vormittagsverlauf teilweise erholen.

Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, zu Mittag bei moderatem Volumen mit leichterer Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.406,17 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 10,52 Punkten bzw. 0,44 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,72 Prozent, FTSE/London -0,46 Prozent und CAC-40/Paris -0,60 Prozent.

Nach deutlicheren Verlusten zu Handelsbeginn konnte sich die Börse im Vormittagsverlauf teilweise erholen. Auch an anderen Börsen ging es in der Früh erst einmal nach unten. Belastet wurden die Märkte von schwachen Vorgaben internationaler Börsen, schlechten Wirtschaftsdaten aus China und Ängsten vor einem Ende der expansiven US-Geldpolitik. Nachdem die am Vormittag gemeldeten Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone besser als erwartet ausgefallen waren, konnten die Börsen ihre Verluste aber teilweise eingrenzen.

Die Stimmung in den Industriebetrieben der Eurozone hat sich im Mai stärker als zunächst gemeldet aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie sei von 46,7 Punkten im Vormonat auf 48,3 Punkte gestiegen, wie das Forschungsunternehmen Markit am Montag nach einer endgültigen Schätzung mitteilte. Zunächst war nur ein Zuwachs auf 47,8 Punkten ermittelt worden. Die Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert, wurde zuletzt im Sommer 2011 überschritten.

Zu den Aktien im Fokus zählten angesichts der verschärften Hochwasserlage zu Wochenbeginn die Versicherungswerte. Größter Verlierer im prime market waren UNIQA mit einem Minus von 3,88 Prozent auf 10,89 Euro. Vienna Insurance konnten hingegen sogar leicht um 0,65 Prozent auf 38,00 Euro zulegen. An der Frankfurter Börse fanden sich Versicherer am Montag unter den größten Verlierern.

Größere Abgaben gab es zu Wochenbeginn in Wien auch in Telekom Austria (minus 1,95 Prozent auf 5,19 Euro), Verbund (minus 1,15 Prozent auf 15,95 Euro) und OMV (minus 1,12 Prozent auf 35,35 Euro). Verluste von mehr als drei Prozent gab es bei moderaten Umsätzen in Do & Co (minus 3,73 Prozent), Semperit (minus 3,66 Prozent) und Frauenthal (minus 3,31 Prozent). Größter Gewinner im prime market waren Strabag mit einem Plus von 1,36 Prozent auf 16,82 Euro.

Neue Impulse könnte jetzt der am Nachmittag noch anstehenden US-Einkaufsmanagerindex bringen. Mit Spannung erwartet wird im weiteren Wochenverlauf auch die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag und der monatliche US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Von den Daten erhoffen sich Marktteilnehmer Hinweise darauf, ob die US-Notenbank bald ihre Anleihenkäufe zur Stimulierung der Wirtschaft zurückfahren könnte.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zur Eröffnung bei 2.416,15 Punkten, das Tagestief lag gegen 9.30 Uhr bei 2.393,23 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,52 Prozent tiefer bei 1.184,36 Punkten. Im prime market zeigten sich acht Titel mit höheren Kursen, 27 mit tieferen und einer unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 1.707.223 (Vortag: 2.269.006) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 51,409 (73,30) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher OMV mit 208.627 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 14,58 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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