Der Foscarino Soave Classico 2011 aus dem Haus Tomaso Inama - am Ende war es eine Offenbarung.
„Na ja“, habe ich mir gedacht. Und das bedeutet meist nichts Gutes. Weil hinter diesem Hofer’schen „Na ja“ verbirgt sich - nennen wir es vorsichtig - Skepsis. Und beim Thema Soave ist dieses „Na ja“ fast immer angebracht. Ein Massenweinchen halt. Und ehrlich gesagt, ich hätte mir den Foscarino Soave Classico 2011 aus dem Haus Tomaso Inama aus San Bonifacio bei Verona nicht so bald zu Gemüte geführt, wäre mir nicht eine Verwechslung unterlaufen. Vor gut einem halben Jahr hatte ich nämlich Inamas wunderbaren Rotwein Oratorio Di San Lorenzo dieserorts besprochen. Erst auf den zweiten Blick merkte ich, dass sich hinter dem dunklen Glas diesmal ein Soave verbirgt. Und völlig überrascht war ich, als ich diesen ins Glas goss. Sehr kräftig in der Farbe, fast schon zu viel Orange. Aber am Ende war es eine Offenbarung. Feiner Duft nach reifem Pfirsich, angenehm am Gaumen, sehr viel Kräuterwürze. Hat fast nichts mit Soave zu tun, besteht aber aus der Garganega-Traube. Gut, die Stöcke sind mehr als 50 Jahre alt und Stefano Inama ist seit 20 Jahren dafür bekannt, dass er Tradition neu interpretiert. Na ja, Glück gehabt.
Inama Azienda Agricola, Foscarino Soave Classico 2011, 19,99 Euro bei Wein & Co