Umfrage: Jeder Vierte lebt in einer Mietwohnung

Der Anteil der Eigenheime ist in den letzten acht Jahren zurückgegangen. Diese Wohnform dominiert nur auf dem Land.

Wien/Apa. In Österreich leben immer weniger Menschen in einem Eigenheim und immer mehr in einer Mietwohnung. Das ergab eine Umfrage von Spectra für das Institut für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT). Aktuell ist fast jeder Vierte in einer Mietwohnung daheim, 2005 waren es nur 13 Prozent. 45 Prozent leben im eigenen Haus, 55 Prozent waren es vor acht Jahren. Zwölf Prozent wohnen heute in einer Eigentumswohnung (nach 13 Prozent im Jahr 2005). Der Anteil jener, die in einer Genossenschaftswohnung – ohne oder mit Kaufoption – leben, ist von sieben auf elf Prozent gestiegen.

Sechs Prozent gaben bei der aktuellen Umfrage an, in einer Gemeindewohnung eingemietet zu sein. Zwei Prozent leben in einem gemieteten Haus.

Eigentum können sich naturgemäß vor allem Besserverdienende leisten: Von diesen leben 62 Prozent im Eigenheim. Bei mittleren Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1500 und 3000 Euro beträgt der Anteil immer noch 51 Prozent. Von jenen, die mehr als 3000 Euro Haushaltseinkommen haben, lebt übrigens nach eigenen Angaben niemand in einer Gemeindewohnung.

Einen Unterschied gibt es auch nach Lebensalter: 36 Prozent der 15- bis 29-Jährigen wohnen zur Miete, dagegen nur 28 Prozent in einem Eigenheim. Im Vergleich dazu leben 56 Prozent der über 50-Jährigen im eigenen Haus und nur 13 Prozent dieser Altersgruppe in einer gemieteten Bleibe.

Mieten ist außerdem die typische Wohnform der Städter und Großstädter: Von ihnen leben 47 bzw. 34 Prozent in einer Mietwohnung. Demgegenüber wohnen 63 Prozent der ländlichen Bevölkerung und 50 Prozent der Kleinstädter im eigenen Haus.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.06.2013)

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