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"Niedrigeres Frauen-Pensionsalter mehr als berechtigt"

Gabriele Heinisch-Hosek
"Niedrigeres Frauen-Pensionsalter mehr als berechtigt"APA/ROBERT JAEGER
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Frauenministerin Heinisch-Hosek spricht sich erneut gegen eine frühere Angleichung des Pensionsalters an jenes der Männer aus. Auch eine längere Pensionsanrechnung für Mütter lehnt sie ab.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat am Donnerstag in der Fragestunde des Nationalrats einmal mehr einer früheren Erhöhung des Frauenpensionsalters eine Absage erteilt. Die Ungleichbehandlung sei "mehr als berechtigt", betonte sie. Immerhin seien andere gleichstellungspolitische Aufgaben noch nicht erledigt.

Die geltende Verfasssungsregelung sieht vor, dass das Pensionsalter der Frauen im ASVG in Halbjahresschritten ab 2024 bis 2033 von bisher 60 Jahren an jenes der Männer mit 65 Jahren angeglichen wird. Aus den Reihen der ÖVP gab es zuletzt immer wieder Vorstöße für eine frühere Anhebung.

Heinisch-Hosek lehnte am Donnerstag auch den Wunsch der ÖVP ab, für jedes Kind und unabhängig vom Geburtsjahr der Mutter vier Jahre Kindererziehungszeit pro Kind als pensionsbegründend anzurechnen. Sie stehe zur derzeitigen Regelung, wonach bei der Geburt eines weiteren Kindes die Kindererziehungszeit des ersten Kindes endet. Im Klartext: Ist das erste Kind beispielsweise bei der Geburt des zweiten Kindes zwei Jahre, kommt man auf sechs und nicht auf acht Jahre pensionsbegründende Zeit.

(APA/Red.)