H&M leidet weiter unter Kaufzurückhaltung

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H&M leidet weiter unter KaufzurückhaltungEPA

Weiters sind die "unbefriedigenden Umsätze" auf das Wetter zurückzuführen. Die Schweden mussten einen Gewinnrückgang von elf Prozent hinnehmen.

Der schwedische Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) leidet weiter unter der schwachen Kauflaune in Europa. Im zweiten Geschäftsquartal bis Ende Mai rutschte der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp elf Prozent auf 4,7 Milliarden Schwedische Kronen (538 Millionen Euro) ab, wie die Schweden am Mittwoch in Stockholm mitteilten. Das war weniger, als Analysten erwartet hatten.

Der Österreich-Umsatz von H&M mit 68 Filialen ging um 5 Prozent auf 1,2 Milliarden Kronen (138,3 Millionen Euro) zurück. In lokaler Währung (Euro) betrug das Umsatzminus hierzulande aber nur ein Prozent.

"Die Verkäufe insgesamt waren wegen der anhaltend herausfordernden Situation des Textilhandels und wegen ungünstigen Wetters im März und in einigen Aprilwochen in vielen unserer großen Märkte unbefriedigend", zeigte sich Vorstandschef Karl-Johan Persson insbesondere mit den Umsätzen vor allem in Europa unzufrieden. Auch die starke Schwedische Krone setzte dem Unternehmen zu: Mit Umrechnungskursen aus dem vergangenen Jahr wären nach Konzernangabn die Umsätze um etwa fünf Prozent höher ausgefallen.

100 Neueröffnungen

Bereits nach dem ersten Geschäftsquartal hatte Persson von einem herausfordernden Jahr 2013 gesprochen (>>>mehr dazu). Vor einer Woche hatten die Umsatzzahlen auch des zweiten Vierteljahres ihn bereits bestätigt: In den vergleichbaren Filialen wurde der Konzern vier Prozent weniger Waren los. Der Umsatz blieb bei 31,6 Milliarden Kronen nahezu stabil. Dabei profitierte der Konzern aber vor allem von neuer Fläche: Von März bis Mai öffneten nach Perssons Angaben fast 100 neue Läden erstmals die Türen für die Kundschaft. Im ganzen Jahr sollen es nach wie vor 350 neue Verkaufsstellen werden.

Modefirmen bekommen die Folgen der Schuldenkrise in Europa mit steigender Arbeitslosigkeit und Kaufzurückhaltung deutlich zu spüren. Deshalb suchen auch die Schweden ihr Heil außerhalb des Stammkontinents. Persson sieht sein Unternehmen auf gutem Kurs. "Wir setzen unsere starke Expansion in Asien fort, wo wir nun 200 Läden haben", sagte er. H&M setzt insgesamt auf neue Marken und will so noch mehr Kunden anlocken. Die jüngst gestartete Kette "& Other Stories" ist nach Firmenangaben "fantastisch" angelaufen. Die Investitionen zeigten bereits Früchte. Im Quartal eröffneten Filialen in London, Paris und Mailand. Im Herbst will H&M seine Marke COS zudem in die Schweiz und die Türkei bringen.

H&M ist der europaweit zweitgrößte Textilhändler nach der spanischen Inditex (Internolix)(Inditex), die vor allem durch das Flaggschiff Zara bekannt ist. Beide Unternehmen sind auf preisgünstige Kleidung spezialisiert und setzen auf schnelle Wechsel ihrer Kollektionen. Vor allem weibliche Kunden können so fast jede Woche auf neue Kleidung zugreifen. Die Wirtschaftskrise ging allerdings an beiden Konzernen nicht spurlos vorbei. Vor allem H&M macht hauptsächlich Geschäft in Europa, wichtigster Markt ist dabei Deutschland. Weltweit kam die Kette Ende Mai auf mehr als 2900 Läden.

 

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