Stallungen und Verwaltungsgebäude sind betroffen, die Rennbahn soll erhalten bleiben. Bis Oktober soll es ein Ergebnis geben.
Wien/Red. Allein mit Pferderennen und dem Wettgeschäft ist eine Trabrennbahn in der Stadt des 21.Jahrhunderts nicht mehr zu finanzieren. Dieser Realität muss sich nun offenbar auch die Wiener Krieau stellen.
Die Wochenzeitschrift „Falter“ berichtet davon, dass ein Teil des im Prater liegenden Geländes verbaut werden könnte. Betroffen sind Stallungen, Verwaltungsgebäude und eine der zwei baufälligen Tribünen. Die Rennbahn selbst soll erhalten bleiben. Der Betreiber der Rennbahn, der Wiener Trabrennverein, bestätigte auf Anfrage den Bericht.
Lange Vorgeschichte
Bauwerber ist die IC Projektentwicklung von Ex-Raiffeisen-Manager Michael Griesmayr. Seit Jahresbeginn verhandelt er mit Rathaus, Bundesdenkmalamt und dem Trabrennverein. Bis Oktober soll es ein Ergebnis geben.
Die Konstellation ist komplex. Eigentümer des Geländes ist die Stadt Wien, Dauerpächter der Trabrennverein. Aber: Die IC Projektentwicklung hat Vorkaufsrechte auf die Grundstücke. Diese stammen aus jener Zeit, in der das Rathaus im Zuge der Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 Immobilien im Grätzel in ein Public-Private-Partnership-Projekt einbrachte. So entstanden dort das Viertel Zwei und das Stadioncenter. Teilhaber des PPP-Projekts damals: die IC Projektentwicklung.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.06.2013)