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Flug 800: Wurde Jumbo-Jet von Rakete abgeschossen?

ExErmittler Rakete loeste JumboAbsturz
Der Rumpf des Flugzeugs wurde aus Wrackteilen rekonstruiert(c) Wikipedia

Der Flugzeugabsturz 1996 vor New York riss 230 Menschen in den Tod. Ex-Ermittler wollen nun mit Radarbildern beweisen können, dass es kein Unfall war.

17. Juli 1996, gegen 20.30 Uhr: Mehrere Feuerbälle stürzen vor der US-Ostküste in den Atlantik. Es sind die Überreste eines TWA-Jumbos, der zwölf Minuten zuvor in New York Richtung Paris gestartet war. Niemand an Bord überlebt. Der Absturz des "Flug 800" reißt 230 Menschen in den Tod, 212 Passagiere und 18 Crew-Mitglieder. Nach offiziellen Angaben führte ein Kurzschluss im Treibstofftank zu einer Explosion und löste so das Unglück aus. Doch schon immer gab es Zweifler an der Version der US-Behörden. Sie bekommen nun neue Nahrung. Ehemalige Ermittler die Untersuchung des Flugzeugabsturzes mit angeblich neuen Beweisen für einen Raketenabschuss wollen neu aufrollen.

Eine Radar-Untersuchung zeige, dass es eine starke Explosion am Rumpf gegeben habe, schreiben die sechs Ex-Ermittler nach Medienberichten vom Donnerstag in einem Bericht an die Bundesverkehrsbehörde.

Das spreche zusammen mit anderen Beweisen dafür, dass der Absturz durch einen Raketenabschuss und nicht - wie von der Behörde in einem Abschlussbericht als wahrscheinlich angegeben - durch einen Kurzschluss verursacht worden sei.

Beweise unterschlagen?

Außerdem seien bei der damaligen Untersuchung mögliche Beweise für einen Raketenabschuss verschwunden oder verschleiert worden, sagen die Ex-Ermittler, die inzwischen alle pensioniert sind. Zudem seien Zeugen nicht gehört worden. Die zuständigen Behörden wiesen die Vorwürfe zurück. Die Bundesverkehrsbehörde bestätigte den Eingang des Antrags, ließ aber zunächst offen, ob sie die Untersuchung wirklich wieder aufrollen werde.

Über ihre Erkenntnisse berichten die sechs Ex-Ermittler auch in dem Dokumentarfilm "Flight 800", der am 17. Juli beim US-Sender Epix gezeigt werden soll - auf den Tag genau 17 Jahre nachdem die Boeing 747 der US-Fluggesellschaft TWA elf Minuten nach dem Start vom New Yorker Kennedy-Flughafen ins Meer gestürzt war. "Die Explosion ereignete sich außerhalb" der Maschine, heißt es in der Doku nach Angaben von "Spiegel Online". Demnach wären drei Geschosse neben dem Flugzeug explodiert und hätten so den Absturz verursacht.

(APA/dpa)