GELDLEXIKON
Rohstoff
Natürliche Ressource, die vor ihrem Einsatz erst verarbeitet werden muss.
Physisches Rohstoffinvestment
Wird von Anlegern getätigt, die sich eine Ressource in physischer Form (und nicht über Wertpapiere) zulegen, um sie später teurer weiterzuverkaufen. Sieht man von Edelmetallen wie Gold oder Silber ab, kommt ein solches Investment für Kleinanleger kaum infrage.
Rohstoffaktie
Wertpapier, das einen Anteil an einem Unternehmen verbrieft, das Rohstoffe fördert (oder verarbeitet). Viele Anleger versuchen, über solche Aktien an einem potenziellen Preisanstieg eines Rohstoffs mitzunaschen. Doch geht man mit Aktien ein zusätzliches Unternehmensrisiko ein: So können hohe Förderkosten dem Gewinn zusetzen.
Rohstofffonds
1) Sondervermögen, das aus Rohstoffaktien besteht.
2) Sondervermögen, das die Entwicklung von Rohstoffpreisen nachbilden soll– etwa über Termingeschäfte (Handel mit Lieferverträgen).
Rohstoffzertifikat
Schuldverschreibung einer Bank, deren Wertentwicklung von der eines Rohstoffs (oder mehrerer Rohstoffe) abhängt. Die Bank tätigt dabei Termingeschäfte. Anders als Fonds bergen Zertifikate ein Emittentenrisiko: Geht die Bank, die das Zertifikat ausgegeben hat, pleite, verliert man sein Geld, auch dann, wenn der Rohstoffpreis gestiegen ist.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.06.2013)