Wiener Börse zu Mittag: ATX rutscht tiefer ins Minus

Wiener Boerse Mittag rutscht
Wiener Boerse Mittag rutscht(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Erste Group notiert nach der Mitteilung, das Partizipationskapital von 1,76 Mrd. Euro heuer zurückzahlen um über acht Prozent schwächer.

Die Wiener Börse ist heute, Montag, zu Mittag deutlich in die Verlustzone gerutscht. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2207,12 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 70,38 Punkten bzw. 3,09 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,59 Prozent, FTSE/London -0,52 Prozent und CAC-40/Paris -0,93 Prozent.

Europaweit gab es heute Abschläge zu beobachten, in Wien kam der ATX allerdings deutlich unter Druck. Der heimische Leitindex wurde von den starken Abschlägen bei der Erste Group belastet. Die Schwäche an den internationalen Börsen wurde indessen mit den Sorgen um den chinesischen Geldmarkt in Verbindung gebracht, der letzte Woche annähernd zusammenbrach und damit das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt hemmen könnte.

Die Erste Group plant heuer im dritten Quartal das ausstehende Partizipationskapital in Höhe von 1,76 Mrd. Euro zurückzuzahlen. Um die Rückzahlung zu stemmen, plant das Institut im dritten Quartal eine Kapitalerhöhung im Volumen von 660 Mio. Euro.

Deutliche Folgen auf Betriebsergebnis erwartet

Für 2013 rechnet die Erste Group nun mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses von bis zu fünf Prozent. Zuvor wurde noch von einer stabilen Entwicklung ausgegangen, so ein Sprecher zur APA. Als Grund für die Rückzahlung des PS-Kapitals nennt die Bank einen Anstieg der Kosten ab 2014. Die Erste-Aktien stürzten bis Mittag um 8,36 Prozent auf 20,12 Euro ab.

Auch Branchenkollege Raiffeisen musste klare Verluste hinnehmen. Die Bankpapiere büßten kräftige 3,50 Prozent auf 23,05 Euro ein. Zu den größten Verlieren zählten auch Wienerberger, die nachrichtenlos 4,65 Prozent auf 9,06 Euro nachgaben und UNIQA, die 4,00 Prozent auf 9,60 Euro absackten.

OMV reduzierten sich um 2,27 Prozent auf 26,79 Euro. Der heimische Ölriese wird im Osten von Abu Dhabi gemeinsam mit der staatlichen Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) nach Öl und Gas suchen. Ein entsprechendes Abkommen ist gestern (Sonntag) zwischen der ADNOC und der 2007 gegründeten lokalen Niederlassung OMV East Abu Dhabi Exploration GmbH unterzeichnet worden, gab der Mineralölkonzern bekannt.

EVN legt zu

Zu den wenigen Gewinnern zählten EVN, die 1,68 Prozent auf 9,97 Euro anzogen. Am obersten Ende des prime market verbesserten sich AT&S um 2,85 Prozent auf 6,86 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Sitzungsbeginn bei 2.278,39 Punkten, das Tagestief lag gegen 11.10 Uhr bei 2.206,69 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 2,84 Prozent tiefer bei 1.088,47 Punkten. Im prime market zeigten sich fünf Titel mit höheren Kursen, 29 mit tieferen und einer unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 3.734.635 (Vortag: 1.786.356) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 97,709 (55,46) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 765.688 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 31,62 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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