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"I am Legend"-Autor Richard Matheson gestorben

LegendAutor Richard Matheson gestorben
Cover von ''I am Legend''(c) Verlagsgruppe Random House GmbH, Muenchen
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Der Science-Fiction-Autor starb mit 87 Jahren. Er schrieb auch "Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt". "I am Legend" wurde drei Mal verfilmt.

Der Science-Fiction-Autor Richard Matheson ist tot. Der amerikanische Schriftsteller starb am Sonntag in seinem Haus im kalifornischen Calabasas eines natürlichen Todes, berichteten mehrere US-Medien am Montag (Ortszeit). Matheson wurde 87 Jahre alt. Viele von Mathesons Romanen wurden verfilmt. Die Internet Movie Database IMDb führt ihn für über 80 Film- und TV-Produktionen als Autor an. Am bekanntesten ist wohl sein erster Roman, "I am Legend" von 1954, das auf Deutsch unter dem Titel "Ich bin Legende" und "Ich, der letzte Mensch"erschien.

Das Buch wurde drei Mal verfilmt. 1964 als "The Last Man on Earth" mit Vincent Price. "Der Omega-Mann" (1971) mit Charlton Heston und zuletzt 2007 mit Will Smith in der Hauptrolle.

Veröffentlichte seit den 1950ern Geschichten

Matheson wurde in Allendale, New Jersey, geborene und wuchs in Brooklyn als Sohn norwegischer Einwanderer auf. Er begann in den 1950er-Jahren Science-Fiction und Horror-Geschichten zu publizieren. Gleich seine erste Geschichte machte deutlich, womit die Leser es später bei Matheson zu tun bekommen würden: Science-Fiction in einer Mischung mit Horror. In "Born of Man and Woman" wächst ein Kind von den Eltern misshandelt angekettet im Keller auf und begegnet seiner normal aufgezogenen Schwester, die nichts von dem bizarren Bruder ahnt. Das Thema des versteckten, mit übernatürlichen Kräften ausgestatteten Kindes wurde Dutzende Male kopiert.

Matheson war bei diesem ersten Erfolg erst 22, beim ersten Roman 28: "I am Legend" schildert das Überleben eines Menschen, der nach einer Seuche als einziger nicht zum Vampir verwandelt wurde. Während er sich nachts der Untoten erwehren muss, geht er tagsüber auf Nahrungssuche und forscht nach den Ursachen der Mutation. Der Roman - mit einem überraschenden Schluss - wurde ein Welterfolg.

Matheson wurde immer mehr zum Drehbuchautor. Auch "Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt" mit Kevin Bacon (1999) und "Die unglaubliche Geschichte des Mister C." (1957) basierten auf Mathesons Büchern.

Spielberg: "Bahnbrechende Sci-Fi-Geschichten"

Matheson schrieb auch das Drehbuch für Steven Spielbergs Regie-Erstling "Duell" von 1971. Seine "ironische und kultige Vorstellungskraft hat bahnbrechende Science-Fiction-Geschichten erschaffen", sagte der Regisseur dem "Hollywood Reporter". 

Stephen King hatte Matheson als sein Vorbild bezeichnet. Und Damon Lindelof, der Schöpfer der Fernsehserie "Lost", nannte ihn einen Giganten. Er habe es verstanden, seine Leser zu fesseln: "Jedes Mal wenn ich fliege, gucke ich raus auf die Tragflächen. Nur für den Fall...."

Zuletzt war vor zwei Jahren der Roboter-Action-Film "Real Steel" mit Hugh Jackman im Kino, der auf einer Kurzgeschichte Mathesons basiert. Dem Autor, der auch unter dem Pseudonym Logan Swanson schrieb, sollte am Mittwoch den Ehrenpreis der Oscar-Academy bekommen.

(APA/dpa/Reuters/Red.)