Wiener Börse zu Mittag: ATX grenzt Plus ein

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Wiener Boerse(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Nach zwei starken Börsentagen sprachen Marktteilnehmer bereits wieder von ersten einsetzenden Gewinnmitnahmen.

Die Wiener Börse hat sich heute, Donnerstag, zu Mittag bei moderatem Volumen mit leichten Gewinnen präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.231,69 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 4,17 Punkten bzw. 0,19 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,12 Prozent, FTSE/London +0,39 Prozent und CAC-40/Paris +0,03 Prozent.

Im Verlauf grenzten die Aktien europaweit die Zuwächse etwas ein. Nach zwei starken Börsentagen sprachen Marktteilnehmer bereits wieder von ersten einsetzenden Gewinnmitnahmen.

In Wien herrschte erneut eine dünne Meldungslage vor. Unter den Schwergewichten präsentierte sich voestalpine mit plus 3,07 Prozent gesucht. Die Aktie des Feuerwehrausrüsters Rosenbauer sprang mit einem Kursgewinn von 6,26 Prozent an die Spitze der Kursliste.

Die Telekom Austria-Titel rutschten mit einem Abschlag von 2,63 Prozent ans untere Ende im prime market-Segment der Wiener Börse. OMV gaben um 1,04 Prozent auf 34,71 Euro nach.

Unter den Banken verbilligten sich Erste Group um 0,12 Prozent auf 20,83 Euro. Zur Erste Group wurden zwei neue Analystenmeinungen publik. Sowohl die Experten von Goldman Sachs als auch der RCB revidierten ihr Kursziel für die Titel nach unten auf 30,00 bzw. 24,50 Euro. Goldman Sachs bestätigte zudem die Empfehlung „buy“ und die RCB nahm das Votum von „hold“ auf ebenfalls „buy“ hoch.

Die Papiere des Branchenkollegen Raiffeisen Bank International streiften ein Kursplus von 0,55 Prozent auf 22,91 Euro ein. Im Immobilienbereich legten Immofinanz-Papiere moderat um 0,07 Prozent auf 2,93 Euro zu.

Auch zum Verbund gab es eine neue Analysteneinschätzung und die Versorgeraktie tendierte unverändert auf 14,58 Euro. Die RCB kappte ihr Kursziel für die Verbund-Anteilsscheine von 18,0 auf 15,0 Euro. Das Votum "Hold" wurde unverändert beibehalten. Die Experten sehen den Verbund in einem schwachen Marktumfeld, in dem die Energiepreise sinken werden. Zusätzlich dürften die Verluste aus den Gas-Kraftwerken die Einkünfte belasten. Das Angebot an erneuerbaren Energien belaste zusätzlich.

Strabag bauten bei dünnen Umsätzen ein Plus von 1,92 Prozent. Im Ringen um ein Überleben des heimischen Alpine-Baukonzerns zeigt jetzt Konkurrent Strabag offiziell Kaufinteresse an verschiedenen Töchtern und Beteiligungen der angeschlagenen und teilweise insolventen Alpine-Gruppe.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Sitzungsbeginn bei 2.249,00 Punkten, das Tagestief lag gegen 10.15 Uhr bei 2.227,52 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,22 Prozent höher bei 1.099,00 Punkten. Im prime market zeigten sich 22 Titel mit höheren Kursen, neun mit tieferen und drei unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 1.293.765 (Vortag: 1.764.721) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 40,017 (49,14) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher voestalpine mit 166.869 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 9,12 Mio. Euro entspricht.

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