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Vorarlbergs Landeshauptmann offen für Gesamtschule

Vorarlbergs Landeshauptmann offen fuer
Vorarlbergs Landeshauptmann offen fuer(c) APA/DIETMAR STIPLOVSEK (DIETMAR STIPLOVSEK)
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Entgegen der Linie der Bundespartei kann der VP-Landeshauptmann Wallner einem Modell der gemeinsamen Schule etwas abgewinnen: "Man muss weg vom sturen Nein-Sagen"

Der Vorarlberger Landeshauptmann und Noch-Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Markus Wallner (ÖVP), hat sich entgegen der Linie der Bundespartei offen für das Modell der gemeinsamen Schule gezeigt. Man müsse in Fragen der Bildungspolitik "offen sein für Veränderungen" und "endlich wegkommen vom sturen Nein-Sagen", erklärte Wallner in einem Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" (Samstagsausgabe). In Vorarlberg sei nun eine "ergebnisoffene Diskussion zur gemeinsamen Schule" eröffnet worden, meinte Wallner.

Platter hatte 2012 Vorstoß gewagt

Er wolle in seinem Bundesland ein "regionales Forschungsprojekt" zu gemeinsamen Schule ähnlich wie in Tirol umsetzen, sagte der Landeshauptmann. Tirols Landes-Chef Günther Platter (ÖVP) hatte im vergangenen Jahr einen Vorstoß für eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen gemacht und war damit auf Distanz zur Bundes-ÖVP gegangen.

Dem schwarz-grünen Regierungsprogramm zufolge soll zudem ab dem Schuljahr 2014/15 ein Pilotprojekt im Zillertal gestartet sowie "ehebaldigst" ein Modellversuch an einem Standort in Innsbruck in Angriff genommen werden. Das Pilotprojekt im Zillertal soll zudem durch ein Team der Universität Innsbruck wissenschaftlich begleitet werden.

Dreierkoalition "nicht besonders erstrebenswert"

Eine ähnliche Position wie Platter nahm Wallner auch in der Frage einer möglichen Dreierkoalition unter ÖVP-Beteiligung nach der Nationalratswahl am 29. September ein. Eine solche Variante sei "nicht besonders erstrebenswert", erklärte er.

Wenn das Team Stronach oder die FPÖ zurück zum Schilling wollen, dann brauche man laut Wallner gar nicht über eine Koalition mit diesen Parteien nachdenken. "Aber man erlebt nach Wahlen oft Wunder und einen plötzlichen Wandel", fügte der Landes-Chef hinzu. Platter hatte gegenüber der APA gemeint, eine Zweierkoalition sei die "effizienteste Art und Weise" zu regieren und "sinnvoller" als eine Dreiervariante.