Untreue? Kärntner Medienunternehmen durchsucht

Untreue Kaerntner Medienunternehmern durchsucht
Untreue Kaerntner Medienunternehmern durchsucht(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
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Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Männer, die in der Medienbranche bzw. im Umfeld der Politik tätig sind. Einer der Beschuldigten soll einst Mitarbeiter "eines Ex-Landeshauptmann-Vizes" gewesen sein.

Im Auftrag der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) haben am Dienstag in Kärnten mehrere Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen stattgefunden. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren gegen zumindest drei im Mediengeschäft bzw. im Umfeld der Politik tätige Männer. Der Verdacht lautet auf Untreue, wie die Kärntner Tageszeitung (KTZ) in einer Aussendung berichtete. Eva Habicher, Sprecherin der WKStA bestätigte der APA das Ermittlungsverfahren.

Die Aussendung der KTZ, in der die Rede von den Hausdurchsuchungen ist, wollte Habicher dann aber nicht kommentieren. Denn die "Maßnahmen" seien noch nicht abgeschlossen. Der Fall stehe jedenfalls "in keinem Konnex zur KTZ", betonte Habicher.

In dem Verfahren geht es um überhöhte Rechnungen bzw. Scheinrechnungen, die - so der Vorwurf - durch ein Kärntner Medienunternehmen gelegt wurden. Die strafbaren Handlungen sollen sich vor mehreren Jahren ereignet haben. Das betroffene Unternehmen hat mittlerweile einen anderen Eigentümer. Die damals handelnden und nun verdächtigen Personen durchliefen mehrere Positionen in unterschiedlichen Betrieben.

Bei einem der Verdächtigen handelt es sich um einen ehemaligen Mitarbeiter eines FPK-Landeshauptmann-Stellvertreters. Der zweite Beschuldigte ist der Medienunternehmer Hansjörg Berger. Er bestätigte am Dienstag Ermittlungen gegen seine Person. Allerdings: "Bei mir hat es nie eine Hausdurchsuchung gegeben. Ich kooperiere seit geraumer Zeit mit den Ermittlungsbehörden und habe alle Fakten auf den Tisch gelegt." Die Vorwürfe gegen ihn betreffen die Zeit, in der er noch für die "Regionalmedien" arbeitete. Er habe damals "einen Fehler" gemacht, so Berger. Einen persönlichen Vorteil aus den untersuchten Geschäfte habe er jedoch nie gezogen.

(APA)

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