Im Keller: Pinot Noir

Heinrich Hartls Pinots imponieren seit Jahren.

Heinrich Hartl spricht von einem „eigenen Typ Mensch“, wenn er über Pinot-Noir-Liebhaber redet.  Er ist auch so ein Typ. Der Winzer aus Oberwaltersdorf in der Thermenregion zählt zu den besten Pinot-Noir-Produzenten des Landes. Nicht, weil er jüngst bei der Decanter Trophy in London mit dem Pinot Noir Reserve 2010 gewonnen hat, was in Anbetracht der internationalen Konkurrenz sensationell ist. Hartls Pinots imponieren seit Jahren. Sein Pech: Pinot Noir ist hierzulande ein Minderheitenprogramm, also etwas für Freaks.

Aber die Zahl jener, die einen fruchtigen, würzigen, leichtfüßigen Rotwein zum Essen schätzen, nimmt zu. Der Pinot Noir Reserve riecht nach Beeren und ganz dezent nach Liebstöckel. Schöne Räucher- und Kräuternote am Gaumen, wunderbare Länge. Apropos Kräuter: Der Pinot für die Reserve wächst in der Riede Krautgarten. Bevor Weingärten ausgepflanzt wurden, gab es dort nämlich Krautäcker. Weil die Oberwaltersdorfer ihren Wein nicht mit Kraut assoziieren wollen, soll die Riede in Kräutergarten umbenannt werden. Kraut oder Kräuter: Hartls Pinot ist nicht nur etwas für Freaks.

Weingut Heinrich Hartl, www.weingut-hartl.at
Pinot Noir Reserve 2010, 14,50 Euro ab Hof

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