Die gebürtige Ukrainerin überzeugt die Jury mit dem Text "Vielleicht Esther" und gewinnt den mit 25.000 Euro dotierten Hauptpreis der 37. "Tage der deutschsprachigen Literatur".
Katja Petrowskaja ist Bachmannpreisträgerin 2013. Darauf einigte sich die Jury des Wettbewerbs unter Vorsitz von Burkhard Spinnen am Sonntag im ORF-Theater in Klagenfurt gleich im ersten Wahlgang. Die gebürtige Ukrainerin hatte mit dem Text "Vielleicht Esther" überzeugt. Der Hauptpreis der 37. "Tage der deutschsprachigen Literatur" ist mit 25.000 Euro dotiert und wird von der Landeshauptstadt gestiftet.
Der Preis wird seit 1977 in Erinnerung an die 1926 in Klagenfurt geborene Schriftstellerin verliehen. Seit Donnerstag hatten insgesamt 14 Autoren und Autorinnen ihre noch unveröffentlichten Texte vorgestellt, sieben Namen landeten auf der Shortlist. Der Bachmann-Preis ist eine der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum.
Weitere Preise an Güntner, Maack, Helle und Kegele
Der mit 10.000 Euro dotierte Kelag-Preis ging an Verena Güntner für ihren Adoleszenz-Text "Es bringen". Sie setzte sich im Stechen gegen Benjamin Maack durch. Dieser wurde für seinen Text "'Wie man einen Käfer richtig fängt' von Joachim Kaltenbach" mit dem 3sat Preis und 7500 Euro ausgezeichnet.
Den Ernst-Willner-Preis in der Höhe von 5000 Euro verlieh die Jury an Heinz Helle für seine Erzählung "Wir sind schön". Der Publikumspreis der BKS Bank in der Höhe von 7000 Euro brachte eine Überraschung. Nicht die favorisierten Joachim Meyerhoff oder Ze do Rock wurden von der Internet-Community auserwählt, sondern die Österreicherin Nadine Kegele. Mit dem Preis verbunden ist nicht nur das Preisgeld, sondern auch Stipendium als Stadtschreiber(in) in Klagenfurt im kommenden Jahr.
Finanzierung gerettet
Kurz vor der Preisvergebung war vom Land Kärnten bekannt gegeben worden, dass die zuletzt wegen Sparplänen des ORF infrage gestellte Finanzierung des Wettbewerbs gesichert ist (mehr ...). Auch die Übertragung durch 3sat ist weiter sichergestellt.
(APA)