Der Sprecher des Schlecker-Insolvenz weist Kritik am Verkauf an Haberleitner zurück.
Der Sprecher des Schlecker-Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz weist Kritik an dem Verkauf der Österreich-Tochter an Rudolf Haberleiter und sein Investmentvehikel TAP 09 zurück. "Das Fortführungskonzept war schlüssig und das Finanzierungskonzept war schlüssig, mit einem Investor an der Seite", sagte Geiwitz-Sprecher Patrick Hacker im "Ö1"-Mittagsjournal des ORF-Radio. Knapp ein Jahr nach der Übernahme schlitterte die Schlecker-Nachfolgegesellschaft dayli wegen fehlender Investoren vergangene Woche in die Pleite.
Schlecker Österreich sei im Juli 2012 kurz vor der Insolvenz gestanden und außer Haberleitner hätten alle Investoren die Drogeriemarktkette nur aus einer Insolvenz heraus übernehmen wollen, so Hacker. "Es gab natürlich Gespräche mit Herrn Haberleitner und alles rund zu der Thematik unmittelbar vor einer möglichen Insolvenz in Österreich war korrekt und war schlüssig. Zum damaligen Zeitpunkt war es absolut richtig, ganz ohne Frage."
Die Schlecker-Insolvenzverwaltung will auch den "Sanierer" Haberleitner genau durchleuchtet haben: "Man hat sich alles angeschaut und wie gesagt, die Entscheidung, diesen Vertrag zu schließen, war absolut richtig", betonte Hacker. Indes sind in den vergangenen Tagen immer mehr mutmaßliche "Sanierungsopfer" von Haberleitner (u.a. Lindpointner) an die Öffentlichkeit getreten.
In der "Geldkoffer"-Causa rund um dem vermeintlichen Diebstahl in Italien muss Haberleitner weiter mit Ungemach rechnen. Masseverwalter Rudolf Mitterlehner und KSV-Insolvenzexperte Hans-Georg Kantner fordern die Rückzahlung der Million Euro an das Unternehmen. Die Staatsanwaltschaft Wels ermittelt in der Causa.
(APA)