Der Dollar-Index, der die Entwicklung der US-Währung gegenüber sechs weiteren wichtigen Währungen nachzeichnet, ist vergangenen Montag auf seinen höchsten Stand seit Juli 2010 gestiegen.
Die aufgehende Schere zwischen Gold und Dollar signalisiere, wie eine stärkere US-Wirtschaft die Nachfrage nach der Währung mit der besten Entwicklung in diesem Jahr fördert und zugleich Gold als Wertspeicher verdrängt, schreibt die Agentur Bloomberg.
Der Dollar-Index, der die Entwicklung der US-Währung gegenüber sechs weiteren wichtigen Währungen nachzeichnet, ist vergangenen Montag auf seinen höchsten Stand seit Juli 2010 gestiegen. Das Edelmetall sackte hingegen am 28. Juni auf ein 34-Monats-Tief ab. Der Bärenmarkt begann im April. Die Flucht aus dem Gold beschleunigte sich, nachdem Fed-Chef Ben Bernanke im Juni erklärt hatte, dass die Zentralbank ihre Anleihekäufe zurückfahren könnte. „Der Dollar ist offenbar der Dreh- und Angelpunkt“, sagte Jeremy Baker von Harcourt Investment Consulting AG in Zürich. „Hätten Sie den Leuten vor zwei Jahren gesagt, dass es Gold so ergehen würde, hätten sie Sie ausgelacht.“
Optionshändler wetten darauf, dass sich 29 von 31 von Bloomberg beobachtete Währungen dieses Jahr gegenüber dem Dollar abschwächen werden. Gold ist von 1675,92 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) Anfang Jänner auf 1236,98 Dollar am Montag gefallen. Goldman Sachs erwartet bis Ende 2014 einen weiteren Rückgang auf 1050 Dollar.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.07.2013)