Österreichs Ungarn

Die Statistik Austria wartet immer wieder mit überraschenden Studien auf: Nun wurde publiziert, dass die Ungarn mittlerweile die größte Zuwanderergruppe nach Österreich darstellen.

Das hätte man so noch nicht bemerkt. Schließlich verkaufen sie keine Kebabs, betreiben keine Handyshops und feiern auch nicht auf der Ottakringer Straße die Siege ihrer Nationalmannschaft. Die Ungarn sind auffällig unauffällig. Aber vielleicht wurden auch nur einige Türken versehentlich als Ungarn mitgezählt, schließlich ist das mit den vielen „Ö“ nicht so einfach.

Wirklich bemerkbar ist der Einfluss der Ungarn nur im Burgenland. Die haben deren Eigenart, den Nach- vor den Vornamen zu stellen, schon länger übernommen: Was den einen der Orban Viktor, ist den anderen der Ivanschitz Andi.

Die Monarchisten von der Schwarz-Gelben Allianz freut der Zustrom der Ungarn jedenfalls. Sie hoffen, so die nötigen Unterstützungserklärungen für die Nationalratswahl doch noch zusammenzubringen. Und Sebastian Kurz hat noch schnell den neuen Staatsbürgerschaftstest adaptiert. Eine Frage lautet nun: „Wie heißt der künftige Bundeskanzler? A) Werner Faymann oder B) Spindelegger Michael?“ OLI


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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.07.2013)

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