Wiener Büroturm erhält Passivhaus-Zertifikat

Beim "RHW.2"-Tower kommt neben Fotovoltaik auch eine Kraft-Wärme-Koppelung zum Einsatz, die Kühlung erfolgt teilweise über den Donaukanal.

In Wien hat nun erstmals ein Büroturm den Passivhaus-Standard erreicht. Im 20. Stockwerk überreichte Susanne Theumer vom Passivhausinstitut Darmstadt am Dienstag das Zertifikat. Fast 80 Meter ragt die Glasfassade am Ufer des Donaukanals in die Höhe. Darin ist Platz für 900 Mitarbeiter der österreichischen Raiffeisen-Holding-Gruppe – bei optimaler Raumluft und minimalem Energieverbrauch, wie es laut Aussendung des Instituts heißt. Über die Details der Haustechnik informierten sich Passivhaus-Experten aus aller Welt, die im Rahmen einer internationalen Akademie in die Bundeshauptstadt gereist waren.

Fotovoltaik kommt im "RHW.2"-Tower ebenso zum
Einsatz wie Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Die Abwärme aus dem Rechenzentrum wird genutzt, die Kühlung des Gebäudes erfolgt teilweise über den Donaukanal. Für das
Erzielen des Passivhaus-Standards entscheidend war aber die Steigerung der Energieeffizienz bei der Klimafassade, bei allen Bauteilanschlüssen und bei sämtlichen haustechnischen Einrichtungen – bis hin zum Kaffeeautomaten. In Kombination mit einer Verschattung wurden der Heizwärme- und der Kühlenergiebedarf um 80 Prozent gegenüber herkömmlichen Hochhäusern reduziert.

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