USA: Strafe für Wallstreet-Star

Strafe fuer WallstreetStar
Strafe fuer WallstreetStar(c) REUTERS (Lucas Jackson)
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Ex-Aufsichtsrat von Goldman Sachs, Rajat Gupta, muss wegen Insiderhandels 14 Millionen Dollar Strafe zahlen. Zum Verhängnis wurde ihm letztlich seine Männerfreundschaft zum Galleon-Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam.

New york/Dpa/Afp/Red. Rajat Gupta war eine Legende an der Wall Street. Der heute 64-jährige, gebürtige Inder war zehn Jahre lang Chef der Unternehmensberatung McKinsey und Aufsichtsrat von Goldman Sachs und Procter& Gamble. Nun wird der Manager nie wieder in die Chefetage eines börsenotierten Unternehmens einziehen dürfen. So will es ein Gericht in New York, das Rajat Gupta am Donnerstag auch zur Zahlung von 13,9 Millionen US-Dollar (10,6 Millionen Euro) verurteilt hat, weil er Firmengeheimnisse verraten habe. Zum Verhängnis wurde ihm letztlich seine Männerfreundschaft zum Galleon-Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam. Gupta gab Geheimnisse aus geschlossenen Sitzungen der Firmengremien teils schon Minuten später an Rajaratnam weiter.

Zwei Jahre Haft

In den Gesprächen der Männer soll es um eine Milliardeninvestition in Goldman Sachs und um nicht öffentliche Details aus den Geschäftszahlen der Bank des Jahres 2008 gegangen sein.

Ein Gericht hatte Rajat Gupta bereits im Oktober des Vorjahres in einem Strafprozess zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von fünf Millionen US-Dollar verurteilt. Er legte Berufung ein, über die bis dato noch nicht entschieden wurde. Derzeit befindet sich Gupta gegen Kaution auf freiem Fuß. Der jetzige Richterspruch erging in einem parallel laufenden Zivilverfahren, das die US-Börsenaufsicht SEC angestoßen hatte.

„Wer seine Position ausnützt und vertrauliche Informationen gegen privater Vorteile teilt, wird mit aller Härte verfolgt werden“, sagte George Canellos von der SEC. Das Verfahren ist Teil einer größer angelegten Kampagne von US-Justiz und Börsenaufsicht gegen Insiderhandel. Drahtzieher Rajaratnam war bereits 2011 zu elf Jahren Gefängnis und Geldstrafen von über 100 Millionen Dollar verurteilt worden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.07.2013)

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