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Frank Castorf in Bayreuth: „Wahnsinn", „pure DDR"

Frank Castorf Bayreuth Wahnsinn
Castorf bei den Proben zu "Nach Moskau! Nach Moskau!" in Wien 2010(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
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Der Berliner Regisseur präsentiert am Freitag bei den Bayreuther Festspielen seinen "Ring". Die Stimmung am Grünen Hügel vergleicht er mit der DDR.

„Jeder von außen ist der Feind. Das ist pure DDR." So beschreibt Regisseur Frank Castorf im „Spiegel"-Interview die Stimmung bei den Bayreuther Festspielen. Er zeigt dort von 26. bis 31. Juli seine Inszenierung von Richard Wagners „Ring des Nibelungen", im Wagner-Jubiläumsjahr zum 200. Geburtstag des Komponisten. Der 62-Jährige schätzt seine Arbeit nicht zu hoch ein: „Ich will keinen Jahrhundert-„Ring‘ präsentieren. Mir reicht ein Jahres-,Ring‘."

Für das „Rheingold" habe er nur neun Tage Zeit gehabt, klagt er, das sei „natürlich Wahnsinn". Arbeiten in Bayreuth sei wie bei der TV-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten". In der „Welt" hatte Castorf vor einem Jahr sein Regiekonzept für die „Ring"-Tetralogie so erklärt: „Für mich ist es eine Reise hin zum Gold unserer Tage - zum Erdöl."

Das Bühnenbild stelle den Berliner Alexanderplatz „als postmodernen Sozialismus" dar; die Zeitreise seiner Inszenierung beginne „irgendwann nach dem Zweiten Weltkrieg".

 

(APA/dpa/Red.)