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Christian Forsterleitner: SPÖ-Nachwuchshoffnung wird Stadtrat

Christian Forsterleitner SPoeNachwuchshoffnung wird
Christian Forsterleitner SPoeNachwuchshoffnung wird

Die Besetzung des 36-Jährigen als Finanzstadtrat geht parteiintern als Generationswechsel durch.

Der designierte Nachfolger des zurückgetretenen Linzer SPÖ-Stadtrats Johann Mayr, Christian Forsterleitner, wird bereits seit längerem als Zukunftshoffnung seiner Partei gehandelt, kam aber bisher aber nie zum Zug. Einige Zeit lang galt er als "Kronprinz" von Bürgermeister Franz Dobusch, das dürfte nun aber Vizebürgermeister Klaus Luger sein. Forsterleitner werden auch Außenseiterchancen auf den Chefsessel in der Landespartei eingeräumt.

Forsterleiter ist studierter Betriebswirt. Er ist gerade zum zweiten Mal Vater geworden und ist derzeit in Karenz. Mit seinen 36 Jahren geht seine Besetzung parteiintern als Generationswechsel durch. Mayr ist 58, Dobusch 62, Ackerl, dessen Rückzug mit Jahresende im Raum steht, ist 67 Jahre alt.

Seine politische Karriere begann Forsterleitner in der Sozialistischen Jugend und in der Initiative Kritischer StudentInnen (IKS), deren Vorsitzender er von 2001 bis 2002 war. Seit 2003 sitzt er im Linzer Gemeinderat. Seit 2010 steht er dem Bund Sozialdemokratischer Akademiker in Oberösterreich vor. Von 2003 bis 2010 war er Geschäftsführer der SPÖ Linz. Diese Position gilt als Sprungbrett für eine Karriere in der Partei. So wird auch sein Nachfolger in dieser Funktion, Jakob Huber, schon als SP-Nachwuchshoffnung genannt. Er ist mitverantwortlich für die Umsetzung des oberösterreichischen SP-Reformkonzepts "morgen.rot".

Schlagzeilen machte Forsterleitner 2010 mit seinem Wunsch, in die Privatwirtschaft zu wechseln. Bis dahin hatte er ausschließlich im Parteiapparat gearbeitet. Daher wären einige Jahre in einem Unternehmen nicht von Nachteil, um für höhere Weihen in der Politik gerüstet zu sein. Doch den gewünschten Eintritt in die voestalpine lehnte Generaldirektor Wolfgang Eder mit der Begründung ab, dies erwecke den Anschein politischer Verbundenheit, was wiederum in der SPÖ Empörung auslöste. Forsterleitner ist derzeit beim Linzer Kunststoffrohr-Hersteller Ke-Kelit tätig.

(APA)