Die positiv aufgenommene Einkaufsmanagerindizes stützen die Märkte in Europa. Erste Group-Papiere notieren sehr fest, OMV sacken hingegen ab.
Die Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, am Nachmittag bei gutem Volumen mit sehr freundlicher Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.308,88 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 10,72 Punkten bzw. 0,47 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +1,05 Prozent, FTSE/London +0,81 Prozent und CAC-40/Paris +1,23 Prozent.
Für positive Impulse sorgten die überraschend stark ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes aus Frankreich und Deutschland und der gesamten Eurozone, hieß es aus dem Handel. Sowohl für den Servicesektor als auch für das verarbeitende Gewerbe stiegen die Barometer stärker als von Analysten erwartet. Der Sammelindex für die Eurozone kletterte im Juli auf 50,4 Punkte und lag damit erstmals seit Jänner 2012 wieder über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird.
Bankwerte deutlich im Plus
Weiterhin im Plus notierten im Wiener prime market die Bankenwerte. So legten Erste Group in einem festen europäischen Branchenumfeld um 2,70 Prozent auf 21,67 Euro zu. Raiffeisen Bank International (RBI) stiegen zuletzt um 1,22 Prozent auf 22,46 Euro.
Unter den größeren Kursgewinnern befanden sich außerdem die Titel des Stahlkonzerns voestalpine (plus 1,38 Prozent auf 28,64 Euro) sowie jene des Maschinenbauers Andritz (plus 1,54 Prozent auf 42,48 Euro). Moderate Zuschläge verbuchten außerdem die Aktien von conwert, die 0,31 Prozent auf 8,07 Euro zulegten, nachdem bekannt geworden war, dass sich der Verwaltungsratschef des Immobilienkonzerns, Johannes Meran, Ende Oktober 2013 aus dem operativen Geschäft zurückziehen wird.
OMV nach Statement im roten Bereich
Kräftige Kurseinbußen gab es hingegen bei den OMV-Papieren, die mit einem Minus von 3,06 Prozent bei 32,03 Euro notierten. Gemäß dem heute Morgen veröffentlichten "Trading Statement" ist die Gesamtproduktion des Mineralölkonzerns im 2. Quartal 2013 sowohl gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres als auch gegenüber dem 1. Quartal dieses Jahres gesunken. Den Rückgang begründete das Unternehmen mit dem Hochwasser in Österreich, technischen Problemen in Kasachstan, sowie Sicherheitsproblemen und Streiks in Libyen.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.40 Uhr bei 2.315,32 Punkten, das Tagestief lag im Eröffnungsgeschäft bei 2.292,78 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Plus von 0,42 Prozent bei 1.133,55 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 20 Titel mit höheren Kursen, 15 mit tieferen und einer unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 2.358.428 (Vortag: 1.925.893) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 68,38 (58,31) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 528.325 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 22,89 Mio. Euro entspricht.
(APA)