Börseschluss. Die Wiener Börse hat am heutigen Freitag bei durchschnittlichem Volumen mit etwas höherer Tendenz geschlossen.
Wien. Der heimische Leitindex ATX stieg gegenüber dem Donnerstag-Schluss (2.324,60) um 15,88 Punkte oder 0,68 Prozent auf 2.340,48 Zähler. Gegenüber Ultimo 2012 liegt der ATX per heute 60,73 Punkte oder 2,53 Prozent im Minus. Der ATX Prime schloss mit einem Plus von 0,60 Prozent oder 6,88 Punkten bei 1.148,12 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,73 Prozent, DAX/Frankfurt -0,62 Prozent, FTSE/London -0,46 Prozent und CAC-40/Paris +0,44 Prozent.
Das europäische Umfeld ist dagegen überwiegend mit etwas tieferen Notierungen ins Wochenende gegangen. In einem ruhigen und impulsarmen Handel konnten zunächst gute Vorgaben von der Wall Street für positive Stimmung sorgen, im Verlauf trübte sich das Sentiment in Europa jedoch zunehmend ein. Die Anleger würden bereits auf die kommende Woche anstehenden Notenbanksitzungen der Fed sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) warten und sich im Vorfeld eher zurückhalten, hieß es aus Händlerkreisen.
Im Einklang mit dem freundlichen europäischen Sektorumfeld zeigten sich auch in Wien Bankwerte fester. Erste Group legten 2,38 Prozent auf 22,80 Euro zu. Am kommenden Dienstag wird das Kreditinstitut seine Zahlen für das erste Halbjahr 2013 vorlegen.
Auch die Titel des Branchenkollegen Raiffeisen gewannen 1,80 Prozent auf 23,14 Euro. Die tschechische Tochter der RBI (Raiffeisen Bank International) will noch heuer „Dutzende, vielleicht Hunderte" Mitarbeiter kündigen, sagte der Generaldirektor der Raiffeisenbank Tschechien, Mario Drosc. Wegen geringerer Erträge in Folge der Wirtschaftskrise sei man zu Kostensenkungen gezwungen, so Drosc.
Weit oben auf der Kurstafel waren zudem Kapsch TrafficCom zu finden. Die Aktien gewannen klare 2,96 Prozent auf 31,65 Euro, obwohl die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) ihr Votum für die Titel von „Buy" auf „Hold" gesenkt haben. Das Kursziel für die Papiere des Mautspezialisten wurden ebenfalls auf 34,90 Euro gekappt.
Ein moderates Plus von 0,17 Prozent auf 23,83 Euro konnten RHI aus dem Handel retten. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Format" hat der Vorstandchef Franz Strunzl weitere Werksschließungen für die kommenden fünf Jahre ausgeschlossen, nachdem das RHI-Werk in Veitsch in der Steiermark nun dank neuer Investitionen und dem Aus des RHI-Werks in Duisburg in Deutschland außer Gefahr ist.
Strabag (minus 0,67 Prozent auf 16,28 Euro) gingen dagegen im roten Bereich aus dem Handel. Im den vergangenen Monaten hat der Baukonzern im Ausland Aufträge um mehr als 230 Mio. Euro an Land gezogen. Unter anderem bauen die Österreicher im Oman um 92 Mio. Euro einen Hochwasserschutzdamm sowie eine Straße um 28 Mio. Euro.
In die Verlustzone rutschten auch AT&S ab, nachdem die Analysten der Erste Group ihr Kursziel für die Aktien des Leiterplattenherstellers von 7,40 auf 8,60 Euro angehoben haben. Die Empfehlung blieb unverändert bei „Accumulate". AT&S schlossen um 1,13 Prozent leichter bei 7,34 Euro.
Das Tageshoch erreichte der ATX knapp vor Handelsschluss mit 2.344,84 Zählern. Das Tagestief lag gegen 10.00 Uhr bei 2.323,59 Zählern. Im prime market zeigten sich am Ende der Sitzung 24 Titel mit höheren Kursen, elf mit tieferen und keiner unverändert. In zwei Aktien kam es zu keiner Kursbildung.
Gehandelt wurden im prime market 4.402.915 (Vortag: 3.907.514) Stück Aktien (Einfachzählung). Umsatzstärkste Aktie war Erste Group mit 1.411.035 Stück Aktien. Wertmäßig kam heute ein Umsatz im prime market (Doppelzählung) von 141,884 (126,052) Mio. Euro zu Stande, wovon 63,69 Mio. Euro allein auf Erste Group entfielen.
(APA)