Ausstellung: Im Cadillac Fleetwood durch die Wienerstadt

Das Wien Museum auf der Spur des "Mythos Kennedy": mit Exponaten von Comic bis Cadillac.

Er war die erste Pop-Ikone der Politik: John F. Kennedy alias JFK, bei seinem Amtsantritt gerade erst 43 Jahre alt, erwies sich als ein Meister der Inszenierung. Eine ausreichende Erklärung für seine Wirkung ist das allerdings nicht. Dem "Mythos Kennedy" widmet sich eine Ausstellung, die ab heute, Donnerstag, im Wien Museum zu sehen ist. Ein Schwerpunkt der Präsentation, die in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Berlin entstanden ist, gilt dem historischen Zusammentreffen der zwei damals mächtigsten Männer der Welt in Wien: Kennedy und der sowjetische Präsident Nikita Chruschtschow trafen sich erstmals im Juni 1961 auf neutralem Boden. Das von unzähligen Fotos bekannte rote Sofa, auf dem die beiden damals saßen, ist ebenso im Original zu sehen wie der Cadillac Fleetwood, in dem JFK und seine Frau Jackie durch die Stadt fuhren - er wurde seinerzeit eigens aus Amerika nach Wien gebracht.

Ausstellungsstrategisch ungewöhnlich, wird in der Schau ein Wochenende anhand von "Mikro-Exponaten" - Anstecknadeln, Tagebucheintragungen, Zeitungsausschnitten - unter die Lupe genommen. Die Buntheit und Vielfalt der insgesamt über 400 Objekte zeigt, wie weit reichend die Wirkung des Präsidenten-Ehepaares war: Die Wiener Mode imitierte den Kennedy-Look, Jackie als Barbiepuppe war sehr beliebt. Ihr Mann ist in alten Comics als Mitstreiter von Superman zu sehen. Selbst der transparente Präsentations-Stil der Ausstellung erinnert an die Kennedy-Jahre: Er bezieht sich auf die Ausstellungsarchitektur jener Zeit.

Besonders interessant: Das Wien Museum lädt Wiener, die Erinnerungsstücke an das Gipfeltreffen oder an John F. Kennedy besitzen, ein, sich an der Ausstellung zu beteiligen. Die Gegenstände werden in einer eigenen Vitrine präsentiert.

"John F. Kennedy" ist vom 27. 1. bis 24. 4. im Wien Museum Karlsplatz zu sehen.


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