H&M steigt in den USA in Online-Handel ein

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Die Verkaufsmarge könnte jedoch unter Druck kommen, da die Retourenquoten im Modehandel außerordentlich hoch sind.

Nach mehreren verschobenen Anläufen wagt sich H&M jetzt doch im großen Stil in den Internet-Handel im riesigen US-Markt. Der schwedische Billigmode-Anbieter gab am Donnerstag den Startschuss und weitet damit seine bisherigen Aktivitäten massiv aus. Das Unternehmen steht unter Druck, weil im Internet viele junge Menschen unterwegs sind - genau die Zielgruppe von Hennes & Mauritz (H&M). Branchenexperten warnen aber, der Schritt könnte zulasten der Verkaufsmarge gehen, denn viele Online-Bestellungen werden wieder zurückgesendet, was in einem großen Land wie den USA mit hohen Kosten verbunden ist.

Immer mehr Kunden wollen nicht nur Bücher und Reisen im Internet bestellen, sondern auch ihre Kleidung. Der Markt wächst rasant, wird für die Mode-Hersteller immer wichtiger. H&M hat in den USA, welche der weltweit größte Online-Markt sind, in den vergangenen Jahren schnell zugelegt. Die Online-Aktivitäten kamen jedoch nicht recht voran. Zwei Mal wurde der geplante Start schon verschoben. Zu komplex war das Projekt, den Online-Handel mit den eigenen Shops zu verknüpfen.

Orientierung an der Konkurrenz

Die Zara-Mutter Inditex oder andere elektronische Anbieter wie Asos sind da schon weiter. Auch Amazon expandiert in den Textil-Bereich. Die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs schätzen, dass im Jahr 2030 ein Viertel aller Kleidungsstücke in Nordamerika online bestellt werden. 2011 waren es erst sieben Prozent.

H&M bietet seine oft wechselnden Kollektionen relativ günstig an und punktet über die große Zahl an Verkäufen. Die Margen sind dabei vergleichsweise niedrig. Bis zur Hälfte der im Internet bestellten Stücke werden aber zurückgegeben, was die Marge noch zusätzlich belasten könnte.

(APA/Reuters)

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