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IWF: "Zyperns Wirtschaft wird um 13 Prozent schrumpfen"

Students take part in anti-Troika protest in Nicosia
IWF zu ZypernREUTERS
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Zuletzt hatte die Troika Nikosia Haushaltsdisziplin bescheinigt. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten werden aber für absehbare Zeit bleiben.

Die zypriotische Wirtschaft werde 2013 und 2014 insgesamt um etwa 13 Prozent schrumpfen. Dies sagte die Vertreterin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Delia Velculescu, am Donnerstag im zypriotischen Staatsfernsehen (RIK). Die wirtschaftlichen Unsicherheiten blieben. Insgesamt werde es dieses und nächstes Jahr "eine Rezession von etwa 13 Prozent geben", hieß es.

Am Vortag hatte die "Troika" aus Europäischer Zentralbank (EZB), IWF und EU erklärt, dass Zypern bisher alle Haushaltsziele erreicht habe. Im September soll der endgültige Bericht der Geldgeber-Kontrolleure vorgelegt werden. Es geht um eine Hilfstranche über 1,5 Milliarden Euro vom Rettungsfonds ESM und 86 Millionen Euro vom IWF. Insgesamt wurden Zypern im April 10 Mrd. Euro an Rettungsgeldern versprochen.

Keine weitere Zwangsabgabe geplant

Das Land musste im Frühjahr vor der Pleite bewahrt werden. Dabei trieb der Bankensektor den Staat in die Krise. Großanleger und Investoren sollten deshalb mit einer Zwangsabgabe zur Rettung beitragen. Zum Wochenanfang wurde bekannt, dass die Kunden der größten Bank des Landes, die Bank of Cyprus, mit 47,5 Prozent ihrer Guthaben von mehr als 100.000 Euro herangezogen werden, die in Aktienkapital der Bank umgewandelt wurden. Eine weitere Zwangsabgabe soll es nicht geben, teilte die Zentralbank Zyperns am Donnerstag mit. Die (restliche) Rekapitalisierung werde durch Privatkapital erfolgen. Die zweitgrößte Bank, die Laiki Bank, wurde zerschlagen.

(APA/dpa)