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Syrien-Krieg: Assad lehnt Verhandlungen ab

SyrienKrieg Assad lehnt Verhandlungen
Assad während seiner Rede
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Der syrische Präsident kündigt an, die Aufstände mit "eiserner Faust niederzuschlagen". Am Sonntag gab es erneut Dutzende Tote.

Syriens Machthaber Bashar al-Assad hat Verhandlungen mit dem größten Oppositionsbündnis über eine politische Lösung des Bürgerkriegs im Land ausgeschlossen. Die Nationale Koalition sei "unzuverlässig" und auf allen Ebenen ein "Fehlschlag", sagte Assad am Sonntag in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede. "Sie spielt bei der Lösung der Krise keine Rolle, denn sie sucht nur nach ihrem eigenen Vorteil", erklärte Assad weiter.

Gleichzeitig gab sich der syrische Machthaber entschlossen, die Kämpfe gegen die Aufständischen fortzusetzen. "Mit Terror lässt sich keine Lösung erzielen", sagte Assad. Ihn mit "eiserner Faust niederzuschlagen", sei die einzige Lösung.

Bei heftigen Kämpfen zwischen Rebellen und Assad-Anhängern wurden am Sonntag mehr als 30 Menschen getötet. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, seien bei den Gefechten in einem Gebirge im Nordwesten des Landes am Sonntag zwölf Rebellen und 19 Pro-Assad-Kämpfer ums Leben gekommen. Kreisen vor Ort zufolge hätten Rebellen zehn Dörfer von Alawiten, der Religionsgruppe von Assad, angegriffen. Die Aufständischen gehören größtenteils den Sunniten an.

Homs unter Artilleriefeuer

Seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges vor mehr als zwei Jahren wurden nach UN-Angaben mehr als 100.000 Menschen bei den Kämpfen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen getötet. Zuletzt haben die Regierungstruppen wieder Boden gutgemacht. In der Großstadt Homs versuchte die syrische Armee am Sonntag, mit Artilleriefeuer weitere Teile einzunehmen. Vor etwa einer Woche brachten Streitkräfte gemeinsam mit Milizionären das Viertel Khalidija wieder unter ihre Kontrolle. Millionen Menschen wurden seit Beginn des Bürgerkriegs aus ihrer Heimat vertrieben. Alle Versuche, den Konflikt mithilfe einer internationalen Friedenskonferenz beizulegen, treten bisher auf der Stelle.

(APA/AFP/Reuters)