SPÖ: "Rebellen" wollen Bankgeheimnis abschaffen

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SymbolbildAPA

Die Abgeordneten Maier und Ablinger unterstützen die Forderung der Wiener "Sektion 8". Die Parteiführung betont: "Das Bankgeheimnis für Inländer wird nicht angetastet."

Ein kleiner Teil der SPÖ hat sich - entgegen der Parteilinie - die Abschaffung des Bankgeheimnisses auch für Inländer auf die Fahnen geschrieben. Nur so sei eine wirksame Vermögensbesteuerung möglich, argumentiert die Wiener "Sektion 8", selbst ernannte sozialdemokratische Querdenkerorganisation. Geteilt wird die Forderung unter anderem von den Nationalratsabgeordneten Johann Maier und Sonja Ablinger. Die beiden Abgeordneten sind auf den roten Kandidatenlisten für die Wahl am 29. September zu kurz gekommen, die "Sektion 8" der SPÖ Alsergrund will ihnen nun mit einer Vorzugsstimmenaktion helfen. Das berichtet das "Profil" in seiner aktuellen Ausgabe.

Die ÖVP nahm die Forderung aus der SPÖ am Montag dankend auf, um die "Faymann-Schnüffelsteuern" anzuprangern. Für ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch ist nun die Katze aus dem Sack: "Heute die Abschaffung des Bankgeheimnisses für Inländer, damit die Sozialisten morgen Mittelstand und Familien beschnüffeln und weiter schröpfen können."

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos betonte dagegen: "Das Bankgeheimnis für Inländer wird nicht angetastet." Die Österreicher könnten sich auch in dieser Frage zu 100 Prozent auf Bundeskanzler Werner Faymann verlassen, sagte Darabos.

(APA/Red.)