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Regime dementiert Angriff auf Assads Wagenkolonne

Archivbild von Syriens Präsidenten Bashar al-Assad.
Archivbild von Syriens Präsidenten Bashar al-Assad.(c) REUTERS
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Rebellen berichten von einer Attacke auf den Konvoi des Machthabers. Das syrische Regime bestreitet das. Assad zeigte sich unverletzt im Fernsehen.

Nach eigenen Angaben haben syrische Rebellen Donnerstagfrüh eine Wagenkolonne, die Präsident Bashar al-Assad transportieren sollte, in Damaskus mit Raketen beschossen. Allerdings dürfte Assad unverletzt geblieben sein: Das Staatsfernsehen zeigte ihn wenig später bei Feierlichkeiten zum Ende des Ramadan in der Anas bin Malek Moschee.

Syriens Informationsminister Omran al-Zoubi hat eine Attacke auf die Wagenkolonne al-Assad durch Rebellenkräfte allerdings bestritten. "Die Nachricht ist völlig unwahr", sagte Zoubi dem Staatsfernsehen am Donnerstag.  Ein Sprecher der oppositionellen Liwa al-Islam-Brigade hatte der Nachrichtenagentur Reuters zuvor vom Beschuss auf die Wagenkolonne am Weg zur Moschee in Assads Wohnbezirk Malki berichtet. "Assad wurde nicht getroffen, aber wir haben Informationen aus Kreisen des Regimes, dass es andere Opfer innerhalb seiner Entourage gegeben hat", sagte ein Sprecher der Oppositionellen. Andere Aktivisten bestätigten, es habe Raketenbeschuss in der Gegend gegeben.

Wo versteckt sich der Präsident?

Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen darüber gegeben, wo sich der syrische Staatschef versteckt. Gerüchten zufolge soll sich Assad nach wie vor in der "Area 86" aufhalten, einem Viertel am westlichen Ende der Hauptstadt Damaskus. In diesem Stadtteil leben vor allem Beamte, Angehörige der Sicherheitskräfte und andere Gefolgsleute des Regimes. Der Präsident soll dort jede Nacht den Schlafplatz ändern. Milizen sichern die gesamte "Area 86", die auf einer Anhöhe liegt. Bereits vor einem Jahr hatten die Truppen des Regimes hier auch Artillerie hinverlegt, um von dieser Bastion aus notfalls andere Teile der Hauptstadt unter Beschuss nehmen zu können. Während das Viertel 86 und das Zentrum von Damaskus weitgehend vom Regime kontrolliert werden, sind die syrischen Rebellen in den Außenbezirken aktiv.

Geheime Informationen an Rebellen

Der syrische Rebellen-General Firas al-Bitar sagte laut der englischen Webseite des Senders Al-Arabiya, die Opposition habe geheime Informationen erhalten, dass Assad in einem Auto-Konvoi den al-Amaween-Platz im Herzen von Damaskus passieren werde. Rebellen hätten die Fahrzeuge daraufhin mit 17 Mörsergranaten beschossen. Allerdings sei unklar, ob Assad getroffen worden sei - es habe womöglich eine zweite Wagenkolonne gegeben.

In den Fernsehbildern wirkte Assad unverletzt und zeigte sich entspannt lächelnd. Erst am Sonntag hatte er bei einem Besuch in der ehemaligen Rebellenhochburg Daraya versichert, er werde den Aufstand gegen sein Regime mit "eiserner Hand" niederschlagen.

Auch der syrische Oppositionsführer, Ahmed al-Jarba, setzte sich zum Beginn des Ramadan-Festes medienwirksam in Szene. Der Vorsitzende der Nationalen Syrischen Koalition, die ihren Sitz in Istanbul hat, tauchte unangekündigt zum Gebet in einer Moschee in der umkämpften Stadt Daraa auf. Nach Angaben von Regimegegnern war er von Jordanien aus nach Syrien gereist.

(APA/Reuters/dpa/AFP/red.)