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Handelsbilanz: Wenig Austausch von Waren

Symbolbild
Handelsbilanz: Wenig Austausch von Waren(c) Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
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Die USA liegen abgeschlagen hinter der EU.

Washington/Moskau. SOMWashington/Moskau. Als „einen der vielversprechendsten Märkte“ beschreibt die US-Außenwirtschaftsagentur die Russische Föderation: 140 Millionen Konsumenten, eine wachsende Mittelklasse, die elftgrößte Volkswirtschaft weltweit. Allein: In der US-Exportstatistik liegt der Handel mit Russland gerade einmal auf Platz 31. Güter im Wert von 8,3 Mrd. Dollar wurden im Jahr 2011 nach Russland ausgeführt. Zum Vergleich: Die Exporte der EU betrugen 147 Mrd. US-Dollar. Als Direktinvestor liegen die USA auf Platz zehn. Nicht nur die geografische Entfernung dürfte US-Investoren abhalten, sondern auch Bürokratie und Korruption: Im Index der „gefühlten“ Korruption von Transparency International liegt Russland auf Platz 133 von 176 Ländern.

Doch auch für Russland sind die USA nur nachrangiger Partner – nach den Niederlanden, China, Deutschland, Italien, der Ukraine, der Türkei und anderen. Mehr als die Hälfte der 516 Mrd. Dollar teuren Exporte geht in die EU. In die USA werden gerade einmal drei Prozent (15,5 Mrd.) geliefert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.08.2013)