Trend

Feriendomizile mit Zeit zum Anschauen

Das Infinium mit Aussicht auf den Attersee
Das Infinium mit Aussicht auf den AtterseeZoom Visual Project GmbH
  • Drucken

Nach zum Teil überhitzten Käufen von Zweitimmobilien in Österreich hat sich der Wind gedreht.

Das Haus am See, das Chalet in den Bergen, das Idyll auf dem Land: Der zweite Wohnsitz an einer der ersten österreichischen Urlaubsadressen ist nicht erst seit Corona ein Traum für viele. Der in der Vergangenheit häufig auch mit großen Budgets nicht immer leicht zu realisieren war. Zu groß war die Nachfrage, zu heiß der Markt und zu unwillig waren die Besitzer, sich von Anwesen in den Toplagen zu trennen.

Trend zur Drittbesichtigung

Das hat sich seit dem vergangenen Sommer grundlegend geändert, der einstige Verkäufermarkt hat sich zu einem Käufermarkt gedreht, und plötzlich können sich potenzielle Käufer selbst in Ruhe anschauen, was ihnen gefällt. Sogar Seegründe seien wieder zu haben, hört man, auch wenn diese nach wie vor meist nicht das Licht einer Maklerhomepage oder eines Inserats erblicken, sondern über die langen Wartelisten vermittelt werden, die in den Jahren vor der Trendwende angelegt wurden. Und sogar Drittbesichtigung finden wieder statt – so viel Zeit muss heute wieder sein, nachdem in den letzten Boomjahren auch Multimillionenobjekte teilweise ohne Anwalt und Gutachter den Besitzer wechselten.

Ein Blick auf die unterschiedlichen Angebote für Freizeitbewohner aller Art – von neu bis historisch, von Ski in/Ski out bis zum privaten Badeplatz am See. Letzterer steht am Attersee zum Verkauf, gemeinsam mit einer der Wohnungen, die hier auf der anderen Seite der Straße errichtet werden. Auf zwei Baukörper verteilt, entstehen in Unterach fünf Apartments. Die große Balkone und viel Privatsphäre haben – für die gedeckten Terrassen sorgen, die zwar Ausblicke nach vorn, aber keine Einblicke nach unten ermöglichen.

Mit Badeplatz

Mit einer Holzfassade und begrünten Dächern ist das Haus selbst ein zurückhaltendes, das sich in die Landschaft einfügt und mit einer Fotovoltaikanlage und vorinstallierten E-Ladestationen Nachhaltigkeitsansprüche erfüllen will. Die Wohnungen – im vorderen Haus befinden sich zwei, im hinteren drei Apartments – haben alle einen privaten Infinity-Pool auf der Terrasse und sind in Größen von 120 bis zu 209 Quadratmetern zu haben. Weitere Besonderheiten sind Atrien, Beschattungssysteme und zwei inkludierte Stellplätze pro Einheit, Klimaanlagen können auf Wunsch installiert werden. Vermittelt werden die Einheiten über Engel und Völkers Salzburg, Preise werden nur auf Anfrage bekannt gegeben. Wenn es statt der Wohnung am Attersee lieber ein Haus am Fuschlsee sein darf, ist auch das derzeit kein Problem. Oberhalb von Fuschl thront eine Villa im Landhausstil, von der aus man mit dem Rad in wenigen Minuten im Ortskern ist (der Rückweg dürfte aufgrund der erhabenen Lage etwas länger in Anspruch nehmen).

 Landhaus mit Fuschlseeblick
Landhaus mit FuschlseeblickTeam Rauscher

Die Villa punktet mit unverbaubarem Blick auf den See sowie Wald und Wiesen als Nachbarn. Das Grundstück selbst ist knapp 800 eingezäunte Quadratmeter groß, die Wohnfläche des einstöckigen Hauses liegt bei gut 170 Quadratmetern. Sie verteilen sich auf fünf Zimmer und zwei Bäder, in denen Terrakottafliesen, Kachelöfen und Holzdecken mit sichtbaren Tramen für Landhausfeeling sorgen. Dazu passen die weiße Fassade, der Holzgiebel samt Balkon sowie Blumenkästen und gedrechselte Träger bestens. Ein Gewölbezimmer im Untergeschoß, das als Partyraum oder Weinkeller genutzt werden kann, ergänzt den rustikalen Stil. Auf der eher modernen Seite finden sich die Bäder und ein Wellnessbereich; schmiede­eiserne Fenster- und Türengitter im Untergeschoß sorgen außerdem dafür, dass man auch bei längerer Abwesenheit das Haus gut geschützt weiß. Vermittelt wird die Villa über Rauscher Finest Homes, der Kaufpreis liegt bei 1,95 Millionen Euro.

Zum Wandern

Wer wahren Luxus als Abstand zum Alltag und einen Platz mitten in der Natur definiert, könnte derzeit im Pongau seine Urlaubsresidenz finden. Genauer am Waldrand auf 1270 Metern Seehöhe – oberhalb von Hüttau und unterhalb des Schroffkappengipfels. Hier steht eine Almhütte zum Verkauf, die den Begriff urig vom Hirschgeweih am Giebel bis zum Holzstoß vor dem weiß verputzten Sockel verkörpert. Dazwischen gibt es eine dunkle Holzfassade, grüne Fenster, hölzerne Läden und einen massiven Holzbalkon, außerdem einen Carport an der Rückseite, der im Winter vor dem Freischaufeln des Autos schützen kann. Im Inneren sorgen Holz an den Decken, Wänden und am Boden für das Berghüttenfeeling, das mit einem klassisch grünen Kachelofen, schweren Landhausmöbeln und der traditionellen Eckbank samt Herzerlstühlen perfektioniert wird.

Gemütliche Stube mit Holz und Kachelofen
Gemütliche Stube mit Holz und KachelofensReal/Team Rauscher

Zu den moderneren Bereichen des „Almhauses Waldmelodie“ gehören das Bad und die Einbauküche; außerdem gibt es im Kellerstüberl noch einen neuen, alten Klassiker: einen modernen Kaminherd, auf dem auch gekocht werden kann. Neben dem Kellerstüberl verfügt das Haus über eine separate Küche und einen Wohn-Ess-Bereich im Erdgeschoß, weiters über ein Schlafzimmer und ein Bad unter dem Dach. Es hat auch eine Freizeitwidmung, die in Salzburg inzwischen immer schwieriger zu bekommen ist. Vermittelt wird das Almhaus samt knapp 700 Quadratmetern Grund über S Real; der Kaufpreis liegt bei 1,3 Mio. Euro.

Ski in/Ski out

Und für die Wintersportler – lang wird es bis zu den ersten Lebkuchen in den Regalen nicht mehr dauern – gibt es aktuell vier Neubau-Chalets mit einer per Grundbucheintrag garantierten Ski in/Ski out-Option in Kärnten. Die vier Häuser im Luftkurort Hochrindl in den Nockbergen besitzen ebenfalls eine Freizeitwidmung – und große Ausblicke dazu. Alle Häuser haben je 115 Quadratmeter Wohnfläche, die sich auf drei Stockwerke verteilen und zur Gänze mit modern-alpinen Designermöbeln ausgestat­tet sind.

Skidomizil in den Nockbergen
Skidomizil in den NockbergenRemax

Im Erdgeschoß gibt es neben einem Schlafzimmer mit Bad eine Zirbensauna, einen Wellnessbereich und den Ausgang in den Garten; das darüber liegende Mittelgeschoß beherbergt zwei Schlafzimmer und ein weiteres Bad. Gewohnt und gekocht wird im Obergeschoß mit offenem Giebel und raumhohen Panoramafenstern, an das sich ein 16 Quadratmeter großer Balkon anschließt. Die Chalets werden mit Erdwärme geheizt, außerdem gibt es noch einen Kamin im Wohnbereich. Die Kosten für die Chalets liegen bei jeweils 898.000  Euro, vermittelt werden sie über Remax Complete in Überfeld. (sma)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.