Kunst

Ungewöhnliche Funde auf der Salzburger Kunstmesse

Den Marmorkopf des jungen Dionysos vom Typ „Horti Lamiani“ gibt es um 68.000 Euro am Stand von Christoph Bacher.
Den Marmorkopf des jungen Dionysos vom Typ „Horti Lamiani“ gibt es um 68.000 Euro am Stand von Christoph Bacher.Christoph Bacher
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Wer sich Zeit nimmt, findet auf der Kunstmesse Art & Antique in Salzburg zwischen dem Mainstream-Angebot besondere Sammlerstücke.

Rechtzeitig zur Preview der Art & Antique ist das Wetter in Salzburg doch noch schön geworden. Messeveranstalterin Alexandra Graski-Hoffmann ist erleichtert. „So ein schlechtes Wetter, wie wir es die vorige Woche hatten, wäre nicht gut gewesen für uns“, sagt sie. Sie checkt, ob alles vorbereitet ist, die Brötchen, der Sekt, das Service. Dann treffen schon die ersten Vernissagegäste ein.

Im Residenzhof im Domquartier steht wieder das weiße Zelt, das neun Aussteller beherbergt. Hier ist auch der Eingang der Messe. Von dort wird man über die Prunkstiege hinauf in den Carabinierisaal geleitet, das ist der größte, zentrale Prunkraum in der Residenz und bietet weiteren zehn Händlern Platz. Als sich Graski-Hoffmann 2015 erstmals von den Händlern überreden ließ, zusätzlich zur großen Messe zu den Osterfestspielen im Sommer eine Messe zu machen, gab es nur das Zelt. Erst 2021 erweiterte sie um den Prunkraum. Inzwischen ist die Sommerausgabe der Kunst- und Antiquitätenmesse, die bis 20. August läuft, fixer Bestandteil der Festspielzeit geworden. Für die Händler ist es eine Chance auf zusätzlichen Umsatz in der sonst am Kunstmarkt toten Sommerzeit. Und das internationale Publikum ist die richtige Zielgruppe.

Gerade heuer setzen die Händler große Hoffnungen auf diese Messe, denn bisher war es ein schwieriges Jahr. Die Ukraine-Krise hinterlässt ihre Spuren. Der Mittelstand bricht weg. Das spürt auch der Antikenhändler Christoph Bacher. „Es sind die Spontankäufer, die sich um 10.000 bis 15.000 Euro etwas kaufen, weil es ihnen gefällt, die fehlen“, sagt er. Das Spitzenfeld gehe nach wie vor gut. So habe er schon kurz vor der Messe vier ägyptische Kunstobjekte im höheren Preissegment an eine Wiener Sammlerin verkauft. Auch Bachers Stand ist eine Fundgrube für besondere archäologische Schätze.

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