Euro-Börsen suchen den Weg nach Norden

Marktbericht. Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag zu Mittag keine einheitliche Richtung gefunden.

Frankfurt am Main. Der Euro-Stoxx-50 legte um moderate 4,19 Einheiten oder 0,15 Prozent auf 2.840,05 Punkte zu. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.10 Uhr mit 8.361,32 Punkten und einem kleinen Abschlag von 14,97 Einheiten oder 0,18 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London gab 12,37 Zähler oder 0,19 Prozent auf 6.470,97 Stellen ab.
Schwache Vorgaben von der Wall Street haben die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten zum Wochenschluss etwas eingetrübt. Im Anschluss an eine Reihe neuer Daten waren in den USA am gestrigen Donnerstag erneut Sorgen um eine baldige Drosselung der US-Geldpolitik geschürt worden.
Auch am heutigen Nachmittag dürften wieder Daten aus den USA in den Fokus der Anleger rücken. Auf der Agenda stehen zahlen vom US-Immobilienmarkt sowie das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.

Zuvor richtete sich das Augenmerk jedoch auf die Inflationsdaten aus der Eurozone. Trotz kräftig steigender Lebensmittelpreise verharrt die Inflationsrate in der Eurozone auf niedrigem Niveau. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Juli erneut um durchschnittlich 1,6 Prozent zum Vorjahresmonat.

Von Unternehmensseite blieb die Nachrichtenlage zum Wochenausklang eher ruhig. Am oberen Ende des Euro-Stoxx-50 sammelten sich unter anderem Versorgerwerte. So zogen RWE um 1,66 Prozent auf 21,085 Euro an. In den vergangenen beiden Handelstagen mussten die Papiere nach enttäuschend aufgenommenen Quartalszahlen deutlich Federn lassen. Kursgewinne gab es zudem beim Branchenkollegen E.ON (plus 0,65 Prozent auf 12,37 Euro) zu beobachten.

ING Groep büßten indessen 2,88 Prozent auf 8,498 Euro ein und bildeten damit das Schlusslicht im Euro-Stoxx-50. Die Experten von Merrill Lynch haben zuvor die Banktitel von ihrer "Most Preferred"-Liste für den Versicherungssektor gestrichen.

Ebenfalls weit unten auf dem Kurstableau tendierten ASML. Marktteilnehmern zufolge litten die Anteilsscheine unter dem schwachen Ausblick des US-Halbleiterherstellers Applied Materials. Der Konzern verfehlte mit seinen Umsatzprognosen für das vierte Quartal die Erwartungen der Analysten, hieß es. ASML sackten um 1,14 Prozent auf 68,49 Euro ab. Auch STMicroelectronics verloren 2,63 Prozent auf 6,305 Euro.

L'Oreal erhöhten sich um 0,47 Prozent auf 129,55 Euro. Der weltgrößte Kosmetik-Konzern will in China zukaufen. Für Magic Holdings, einen Spezialisten für Gesichtsbehandlungen, sollen umgerechnet rund 630 Millionen Euro gezahlt werden, teilte das Unternehmen mit. Die Magic-Aktien verteuerten sich daraufhin um bis zu 21 Prozent und kletterten auf ein Rekordhoch.

Nach Vorlage von Quartalszahlen stiegen die Aktien des dänischen Schifffahrtskonzerns A.P. Moeller-Maersk B um klare 6,26 Prozent auf 47.560,0 dänische Kronen. Dagegen sackten die Aktien von Portugal Telecom um 0,49 Prozent auf 2,891 Euro ab. Zuvor haben die Experten von Goldman Sachs ihre Einstufung für die Titel nach unten revidiert.

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(APA)

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