Leadership

Institutionen sollen „anständig“ sein

MGO
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Wahrnehmen, zuhören, entscheiden – das sind wichtige Schritte in Richtung Führungspersönlichkeit, meinen die beiden Autoren Christian Lagger und Clemens Sedmak.

Viel ist von Kommunikation die Rede, wenn es um Leader­ship geht. Gemeint ist dabei meist die eine Seite: das Mitteilen, Erklären, Informieren. Weniger hört man von der anderen Seite: dem Zuhören. „Horchsamkeit“, offen zu sein für tiefes Zuhören ohne oberflächliche oder vorschnelle Deutung des Gehörten, nennen das Christian Lagger und Clemens Sedmak in ihrem Buch „Leadership ohne Blabla“. Die beiden – Lagger ist Theologe, Philosoph und Geschäftsführer beim Ordensklinikum der Elisabethinen, Sedmak Theologe und Professor für Sozialethik an der University of Notre Dame – denken darin in Briefform über Leadership nach.

Zuzuhören sei für gute Entscheidungen immer wichtig, in alltäglichen Situation, bei schwierigen Gesprächen, bei denen es um vieles geht und bei denen sich keine „schmerzfreie Lösung“ abzeichnet, und erst recht bei Konflikten. Die sind für die beiden Autoren „ein Zeichen von Lebendigkeit“. Dabei gehe es darum, nicht nur die Standpunkte des anderen zu sehen, sondern auch das Motiv, das Interesse dahinter. Leadership heiße eben auch, Konflikttransformation zu betreiben, also „Konflikte von Positionen in Prozesse zu verwandeln, die den Beteiligten Wachstum ermöglichen“. Dabei spielt die Vorstellungskraft eine enorme Rolle: die Fantasie, sich Alternativen zum Status quo auszumalen.

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