In Nürnberg wurden Keller und Straßen in Nürnberg überflutet. Schäden und Stromausfälle gab es auch weiter südlich. In Weißenburg stürzte ein Teil der historischen Stadtmauer ein.
Bei kräftigen Gewittern mit Starkregen sind in Franken mehrere Menschen verletzt worden. In Nürnberg gingen am Donnerstagabend Hunderte Anrufe bei Polizei und Feuerwehr ein. Viele Keller und Tiefgaragen liefen nach Angaben der Nürnberger Polizei voll Wasser, ebenso mehrere Straßenunterführungen. In Teilen der Stadt war im Zuge des Unwetters der Strom ausgefallen. Von den Überflutungen waren laut Feuerwehr vor allem die Altstadt und der Stadtteil Steinbühl betroffen.
Allein zwischen 18 Uhr und 19 Uhr fielen in Nürnberg laut Deutschem Wetterdienst (DWD) 47 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Feuerwehr wurde laut Stadt zu 885 Einsätzen gerufen, die Polizei war bei 300 unwetterbedingten Einsätzen gefordert. Auch am Freitag pumpte die Feuerwehr hier noch zahlreiche Keller aus. Mehrere Unterführungen standen unter Wasser. Die Feuerwehr beseitigte umgestürzte Bäume und Dutzende heruntergefallene Äste.
Stadtmauer eingetürzt
Auch südlich von Nürnberg im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wütete das Unwetter. 40 Bäume stürzten dort auf eine Straße und begruben zwölf Autos unter sich. Drei Menschen aus den Fahrzeugen mussten vom Rettungsdienst versorgt werden, darunter ein knapp zwei Wochen alter Säugling. In Weißenburg mit seiner historischen Altstadt stürzte wegen der Regenmassen ein Teil der Stadtmauer ein. Die Mauer sei auf einer Länge von rund 25 Metern in sich zusammengefallen, sagte ein Sprecher der Stadt. Verletzt wurde dabei niemand.
In Oberfranken lag die Zahl der Einsätze nach Angaben der Behörden im dreistelligen Bereich. Grund dafür waren meistens vollgelaufene Keller, abgeknickte Bäume und überflutete Unterführungen. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen. Ein 71-Jähriger wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht, nachdem beim etwa 15 Kilometer von Bayreuth entfernten Thurnau ein Baum auf sein fahrendes Auto gestürzt war. Unwetter gab es am Donnerstag aber auch weiter südlich: Die Agentur für Arbeit in Augsburg war laut einer Sprecherin am Freitag telefonisch nur einschränkt erreichbar, weil in Folge des Starkregens Wasser in ein Rechenzentrum eingedrungen sei.