Stichwahl

Wer kann den Sturz Ecuadors in einen Narco-Staat abwenden?

Luisa Gonzalez lag in der ersten Runde vorne.
Luisa Gonzalez lag in der ersten Runde vorne.Reuters / Santiago Arcos
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Eine Rechtsanwältin und der Sohn des größten Bananen-Exporteurs liefern sich in brutalem Wahlkampf ein Duell um die Staatsspitze.

Buenos Aires/Quito. Es war der brutalste Wahlkampf der Geschichte des Landes. Und er ist immer noch nicht vorbei. Nachdem die 13,5 Millionen walberechtigten Ecuadorianer nach einer Serie von politischen Morden am Sonntag endlich an die Urnen gegangen sind, um die Staatsführung für die nächsten 15 Monate zu bestimmen, kam kein endgültiges Ergebnis zustande. Mitte Oktober wird eine Stichwahl entscheiden müssen, ob die linke Anwältin Luisa González das Rennen macht oder der liberale Daniel Noboa.

Acht Kandidaten waren angetreten, um den Rest der Amtszeit von Guillermo Lasso zu bestreiten, der im Mai das Parlament aufgelöst hat und sich auch selbst aus dem Spiel nahm. Lasso hatte keine eigene Mehrheit und musste von Anfang an vor allem gegen die Quertreibereien der Partei des Ex-Präsidenten Rafael Correa regieren. Correa entzieht sich im belgischen Exil einer Verhaftung, nachdem er wegen mehrerer Korruptionsdelikte zu acht Jahren Haft verurteilt worden ist.


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