Unangemeldete Werbeaktion

Kremser ÖVP-Funktionär soll Badegast mit „Vergasen“ gedroht haben

Ein ÖVP-Funktionär solle einer Pensionistin im Kremser Freibad die „Vergasung“ gewünscht haben. Es gab Anzeigen nach dem Verbotsgesetz und wegen gefährlicher Drohung.

Ein Funktionär der ÖVP Krems soll im Kremser Freibad einer Pensionistin gegenüber alten Leuten die „Vergasung“ gewünscht haben, berichtete die „NÖN“ (online) am Samstag. Die Polizei bestätigte, dass es eine Anzeige sowohl wegen Wiederbetätigung als auch gefährlicher Drohung gegeben habe. Der Vorfall soll sich laut einem Polizeisprecher bereits am 23. August (laut NÖN am 24. August) ereignet haben.

Badegäste kritisierten nicht gemeldete Werbeaktion

Der Funktionär teilte gemeinsam mit Parteifreunden Werbematerial des ÖAAB (Österreichischer Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund), einer Teilorganisation der ÖVP, aus. Nachdem Badegäste Kritik an der nicht gemeldeten Werbeaktion geübt hatten, soll es zu der verbalen Entgleisung gekommen sein.

NÖAAB-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner bezeichnete die Vorkommnisse in Krems in einer schriftlichen Stellungnahme als „völlig inakzeptabel und unentschuldbar.“ Die Mitgliedschaft des Mannes sei sofort ruhend gestellt worden. Bei rechtlichen Konsequenzen erfolge dann der Ausschluss aus dem NÖAAB. „Solche Aussagen sind nicht zu tolerieren. Dieses Verhalten hat im NÖAAB nichts verloren“, so Zauner. (APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.