Designer Tremaine Emory hat nur zwei Kollektionen für das Streetwear-Label entworfen. Supreme wehrt sich gegen die Vorwürfe.
Nach nur zwei Saisonen als Kreatividrektor des kultigen Streetwear-Labels Supreme tritt Tremaine Emory zuück. Der Grund soll „systematischer Rassismus“ sein, wie er in einem Rücktrittsschreiben, das „Business of Fashion“ vorliegt, darstellt.
Die Geschäftsleitung soll eine „Unfähigkeit zur Kommunikation“ haben und keine „vollständige Transparenz“ hinsichtlich einer Kooperation mit dem Künstler Arthur Jafa gezeigt haben, die abgesagt wurde. Emory vermutet dahinter Rassismus. Supreme selbst will das nicht auf sich sitzen lassen und bestreitet in einer Stellungnahme, dass das Projekt beendet wurde.
In einem Interview, das er kürzlich mit dem „Just Smile Magazine“ führte, kritisierte er große Modekonzerne, was möglicherweise schon ein Hinweis auf die Spannungen gewesen sein könnte.. „Ich möchte Kinder warnen, sich Bestätigung bei großen Konglomeraten oder Mediengiganten zu suchen. LVMH ist eine Bank. Kering ist eine Bank. Paramount‘s ist eine Bank. Das ist Spätkapitalismus. Diese Institutionen finanzieren einen Designer, einen Künstler, eine Band, einen Regisseur, einen Autor oder wen auch immer um mehr Geld zu bekommen, als sie investieren.“
Das Fazit von Supreme: „Dies war das erste Mal seit 30 Jahren, dass das Unternehmen einen Kreativdirektor engagiert hat. Wir sind enttäuscht, dass es mit Tremaine nicht geklappt hat und wünschen ihm viel Glück für die Zukunft.“
Emory wird sich nun wohl wieder auf sein eigenes Label Denim Tears konzentrieren, indem er die afrikanische Diaspora als Inspirationsquelle nutzt. (Red.)