Altersmischung

Silver Generation: Die Vorteile älterer Arbeitskräfte

Viele Firmen stellen keine Angebote für die Generation 55+ zur Verfügung. 
Viele Firmen stellen keine Angebote für die Generation 55+ zur Verfügung. IMAGO/Jose Carlos Ichiro
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Sie wissen mit Stress umzugehen, haben ein hohes Selbstvertrauen und können oft auf ein verlässliches Netzwerk zugreifen. So lohnt es sich, ältere Personen einzustellen.

Zu unflexibel, zu träge, zu teuer: Die Vorurteile gegenüber älteren Arbeitnehmern sind zwar weit verbreitet, aber oft falsch. „Bei uns gibt es einen Berater, der ist 73 Jahre alt und hat erst kürzlich einen Kundenvertrag über vier Jahre abgeschlossen“, führt Ursula Burgstaller-Skalla, HR-Chefin bei MSG Plaut, als Beispiel an. Die Firma sei darauf bedacht, Bewerber nach ihren Qualifikationen und dem Personality-Job-Fit einzustellen. Nicht anhand ihres Alters.

Im Fall des Kollegen Gerhard Friedrich betont sie: „Er läuft auch noch Marathons. So einen fitten Jungen müssen Sie erst mal finden.“ Die Firma biete flexible Arbeitszeiten und Mentorship-Programme. „Es ist wirklich keine große Herausforderung, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich junge und ältere Personen wohlfühlen.“ Dennoch halten Vorurteile viele davon ab, noch einmal Job zu wechseln oder sich weiterzubilden. Und vonseiten der Arbeitgeber: ihnen eine Chance zu geben. Was für die Betroffenen entmutigend sein kann, bedeutet auch wirtschaftliche Einbußen. So liegt die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen hierzulande bei nur 56,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist sie nur um einen Prozentpunkt gestiegen, wie die Statistik-Austria-Erhebung zeigt.

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